Sensenstein: Landgesellschaft hält an Windpark-Projekt fest

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Pläne bleiben bestehen: Bis zu acht Windräder sollen westlich des Sensensteins entstehen.

Niestetal/Nieste/Kaufungen. Am Sensenstein zwischen Niestetal und Nieste werden möglicherweise doch mehrere riesige Windkraftanlagen entstehen.

Während die Gemeinden Nieste und Kaufungen in dieser Woche ihre Pläne für drei Anlagen in Höhe der Jugendburg ad acta gelegt haben, hält die Hessische Landgesellschaft (HLG) an ihrem Vorhaben fest. Das erklärte Prokurist Gero Sczech am Freitag im Gespräch mit der HNA.

Frühere Domäne-Flächen

Demnach sollen westlich des Sensensteins rechts und links der Kreisstraße bis zu acht Rotoren mit einer Höhe von jeweils 200 Meter entstehen. Die Windkraftanlagen werden laut Sczech auf Flächen errichtet, die früher zu der inzwischen verkauften Staatsdomäne Gut Windhausen gehörten. Anders als die beiden Gemeinden geht die landeseigene HLG davon aus, dass es sich lohnt, auf dem Höhenzug Energie aus Windkraft zu gewinnen.

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Man sei gegenwärtig dabei nachzuweisen, dass der Standort von der zu erwartenden Leistung her die neuen Kriterien des Regierungspräsidiums (RP) für Windvorrangflächen erfülle, sagte Sczech. Wie berichtet, sollen die Rotoren grundsätzlich nur noch an solchen Stellen möglich sein, an denen der Wind in einer Höhe von 140 Meter - dort sitzt die Nabe der Rotoren - mit einer Geschwindigkeit von mindestens 5,75 Meter pro Sekunde weht.

Ein Weg, um dieses Kriterien zu erfüllen, könnte die Erhöhung der Naben sein. Laut Sczech sehen die Pläne für die HLG-Anlage am Sensenstein vor, die Nabe in 150 Meter Höhe zu installieren. Der Prokurist geht davon aus, dass die Baugenehmigung zur Jahreswende 2012/13 beantragt wird, 2014 könnten die Windräder in Betrieb gehen.

Abstimmung mit Investor

Gegenwärtig liefen „vertragliche Abstimmungen“ zwischen der Hessischen Landgesellschaft und dem mit dem Projekt betrauten Investor. Die Investitionssumme liegt nach Angaben Sczechs im zweistelligen Millionenbereich.

Von Peter Ketteritzsch

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