Kommentar zu Bring: Schon jetzt ein Desaster

Natürlich gilt für Helmut Bring bis zu einem Gerichtsurteil die Unschuldsvermutung. Politisch gesehen sind die Untreue-Vorwürfe gegen den SPD-Fraktionschef für die Genossen in Kaufungen und darüber hinaus aber schon jetzt ein Desaster.

Ein führender Kopf der SPD, der vom Rechtsanwalt zum Angeklagten wird, schadet der Partei nachhaltig. Zumal nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe nun unangenehme Fragen auf die Genossen zukommen. Bring ist erst seit wenigen Wochen Fraktionschef. Als er sich wählen ließ, stand er bereits vor Gericht. Entweder hat er seiner Partei diese Tatsache vorenthalten oder aber die Partei wusste von dem Gerichtsverfahren und hoffte, dass nichts von den Vorwürfen an die Öffentlichkeit dringen wird.

Von Helmut Bring kann diese Öffentlichkeit jetzt wenigstens erwarten, dass er seine Funktion als Fraktionsvorsitzender bis zu einem rechtskräftigen Urteil ruhen lässt. Alles andere würde das Vertrauen der Menschen in die (Kommunal-) Politik weiter erschüttern. Dies gilt umso mehr, als Affären zu ständigen Begleitern der Sozialdemokraten in der Region zu werden scheinen: Erst Pfeffermann, dann Hoppe und jetzt Bring. Die Genossen sind dabei, ihren Kredit zu verspielen.

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