Tunnel Hirschhagen soll ab März 2013 gebaut werden

Hartleibige Verwaltung - ein Kommentar zur ruhenden A44-Baustelle

Helsa. Autofahrer auf der B 7 bei Helsa brauchen auch in den kommenden Monaten gute Nerven. Denn die A 44-Baustelle in Höhe der Waldhofkurve wird weiter bestehen bleiben. Das Ärgerliche daran: Dort wird seit Monaten gar nicht gebaut. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Holger Schindler:

Aus dem Archiv: A 44 darf weitergebaut werden

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Rot-weiße Warnbaken und mobile Fahrbahnabweiser engen seit zwei Jahren an der B 7 in Höhe der Waldhofkurve den Verkehr ein. Anfangs machte das Sinn, denn hier wurden Vorarbeiten für den Bau der A 44 erledigt: Ein Entwässerungskanal wurde gegraben, Bäume wurden gefällt, neue Waldwege an der frei geräumten Böschung angelegt.

Doch mittlerweile ist es eine Zumutung für alle Autofahrer. Denn seit etlichen Monaten stehen die Baken wie stumme Wächter nutzlos an der Straße. Sie warnen nicht vor drohenden Gefahren durch Baumaschinen, sondern künden allenfalls von einer hartleibigen Straßenbauverwaltung.

Den ganzen Winter über, hinein ins Frühjahr, vielleicht noch im Sommer wird die Baustelle ruhen - je nachdem, ob das europaweite Ausschreibungsverfahren für den Bau des Riesentunnels Hirschhagen ohne Konkurrentenklage beendet werden kann oder nicht.

Die Straßenbauverwaltung will Geld sparen. Das ist löblich. Angesichts prognostizierter A 44-Baukosten von 1,8 Milliarden Euro erscheinen einige Zehntausend Euro fürs Abräumen einer nicht benötigten Baustelle allerdings vertretbar.

Schließlich handelt es sich hier um eine viel befahrene Bundesstraße, auf der täglich Zigtausende Fahrzeuge unterwegs sind.

Fotostrecke: A 44-Baustelle bei Helsa: Bis ins Frühjahr tut sich nichts

A 44-Baustelle bei Helsa: Bis ins Frühjahr tut sich nichts

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