Kommentar: Jessica Bassing über die Kleiderordnung der Gemeinde beim Mittelalterfest

Kaufungen. Adelsleute, Bauern, holde Maiden: Stilgerecht mit historischen Gewändern soll das Mittelalterfest in Kaufungen begangen werden. Eine schöne Idee - mit negativem Beigeschmack.

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Denn wer zum Schauspiel möchte, muss auch Teil des Schauspiels werden und sich verkleiden. Das Bizarre: Man wird selbst zum Darsteller und muss dafür auch noch Eintritt zahlen. Denn für das große Schauspiel, wenn das Kaiserpaar zu später Stunde unter Fanfarenklängen im Stiftshof einzieht, müssen extra Karten erworben werden. Eine Komödientruppe soll dann eine Mittelalterposse aufführen - aber eine Komödie ist schon das, was die Gemeinde aufführt, wenn sie eine Kleiderordnung für einen Teil der 1000-Jahr-Feier verhängt.

Selbst wenn in Kaufungen mehr als tausend Gewänder genäht wurden, auf 12.000 Einwohner gerechnet, scheint die Zahl der Gewänder eher marginal zu sein. Die Frage stellt sich, was die 11.000 Bürger machen, die sich in kein Gewand zwingen lassen wollen. Wird der „ungewandete Bereich“ Kaufungens zum Pöbel und boykottiert die Veranstaltung der edlen Damen und Ritter?

bas@hna.de

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