"Firmen sollten sich beteiligen"

Kommentar zur Konrad-Einführung im Umland: Eine gute Idee

Sven Kühling über Radkonzepte fürs Kasseler Umland

Kassel/Baunatal.  Die Chancen, dass sich das Fahrradverleihsystem Konrad auch ins Kasseler Umland ausweitet, sind derzeit noch gering, auch wenn dies diskutiert wird. Zu den aktuellen Diskussionen ein Kommentar von HNA-Redakteur Sven Kühling.

Die Verantwortlichen mancher staugeplagter Großstadt haben erkannt, dass sich bald ohne Entlastung der Straßen durch Aufwertung von ÖPNV und Radverkehr kein Rad mehr dreht. Beispiel Vancouver in Kanada: Dort wurden jüngst auf mehreren großen Brücken und großen Einfallstraßen breite Radautobahnen eingerichtet – auf Kosten des Autoverkehrs. Mit der Folge: Viele nehmen jetzt das Rad, um in die vom Pazifik weitgehend umschlossene City zu kommen.

Natürlich lassen sich die Verhältnisse solcher Metropolen nicht eins zu eins auf Kassel übertragen. Aber deutlich wird: Gute Radwegenetze helfen bei der Entlastung der Innenstädte.

An der Finanzierung müssen sich alle beteiligen. Ob Konrad oder Expressradwege – das kann die Stadt Kassel alleine nicht schultern. Auch große Firmen wie VW sollten über eine Beteiligung nachdenken. SMA macht’s bereits vor.

Bei all dieser Zukunftsmusik dürfen die Planer aber eines nicht vergessen: Die Autofahrer sind auch noch da. Sehr viele Menschen aus dem Umland können gar nicht so einfach auf Rad, Bus oder Bahn umsteigen. Pläne sollten deshalb nicht über deren Köpfe hinweg aufgestellt werden, sondern unbedingt mit ihnen gemeinsam.

E-Mail an den Autor: sok@hna.de

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