Krise in der Solarbranche

Kommentar zu SMA: "Die Zeit wird knapp"

Kassel/Niestetal. Der Solartechnik-Hersteller SMA wird von der Krise in der Solarbranche voll erwischt, bis zu 1000 Stellen könnten abgebaut werden. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Jörg Steinbach über die Zukunft von SMA.

Die Gefahr war erkannt, aber die Krise in der Solarwirtschaft trifft den Branchenprimus SMA jetzt doch mit voller Wucht. Schon vor zwei Jahren hatte SMA-Gründer Günther Cramer versichert, man wolle keine Dauersubvention. Bis 2017 sollten Solaranlagen auch ohne Förderung wirtschaftlich sein.

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Doch so viel Zeit bleibt jetzt wohl nicht mehr. In Deutschland und weiteren europäischen Ländern wird die Förderung des Sonnenstroms massiv gekappt, weil Politiker wegen der hohen Strompreise, mit denen der Solarstrom subventioniert wird, unter Druck stehen. Und Konkurrenten machen dem Weltmarktführer mit Dumping-Preisen das Leben schwer.

In kluger Voraussicht wurde SMA weltweit in 21 Ländern aktiv, schöpft 56 Prozent des Umsatzes im Ausland. Neu entwickelte Wechselrichter mit Batterie, die durch Eigenverbrauch von Solarstrom dem Strompreis ein Schnippchen schlagen, gibt es schon.

Doch all das wird nicht mehr verhindern, dass jetzt erneut viele SMA-Mitarbeiter gehen müssen. ach@hna.de

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