Kommentar zum Wahlsieg von Landrat Schmidt (SPD): Geschwächter Sieger

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Freude bei der ganzen Familie: Die Söhne Malte (links) und Heiner sowie Ehefrau Monika gratulieren dem alten und neuen Landrat Uwe Schmidt (SPD) am Sonntagabend im Kreishaus zu seinem Wahlsieg.

Amtsinhaber Uwe Schmidt gewann am Sonntag mit deutlicher Mehrheit die Wahl zum Landrat. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Peter Ketteritzsch.

Amtsinhaber Uwe Schmidt hat die Landratswahl erwartungsgemäß gewonnen - aber überzeugend ist dieser Sieg nicht. Denn er wird überschattet von einer historisch niedrigen Wahlbeteiligung. Die Weigerung von 73,7 Prozent der Wahlberechtigten, an die Urne zu gehen, ist allerdings nicht in erster Linie auf schlechtes Wetter oder Politikverdrossenheit zurückzuführen.

Viele, die zu Hause geblieben sind, haben damit vielmehr eine klare Botschaft gesandt: Beide Kandidaten vermochten nicht zu überzeugen. Sozialdemokrat Schmidt trat in den vergangenen Wochen von einem Fettnäpfchen ins andere. Ob bei der umstrittenen Berufung des neuen GNH-Chefs Honsel, beim Regiotram-Chaos oder bei der fragwürdigen Vorabveröffentlichung der „Wahlergebnisse“ - der SPD-Chef im Kreis machte keine gute Figur.

Und Weilbach? Dem jungen CDU-Mann trauten es viele Wähler offenbar auch wegen seiner mangelnden Erfahrung nicht zu, im Kreishaus neue Akzente zu setzen. Dort bleibt nun ein spürbar geschwächter Uwe Schmidt. ket@hna.de

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