„Da kommt ganz viel Gefühl rüber“

Neue Prädikantin wurde der Kirchengemeinde in Niedervellmar vorgestellt

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Eine von vielen zukünftigen Aufgaben: Ganz besonders freut sich Rena Breda darüber, dass sie nun ihre Großnichten und Großneffen selbst taufen kann.

Niedervellmar. Sie darf Predigten schreiben und halten, taufen, trauen, beerdigen und das Abendmahl spenden - Rena Brede ist Prädikantin der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck.

Ende März wurde sie mit 15 anderen Prädikanten in ihre zukünftige Aufgabe eingeführt.

Am Wochenende fand die offizielle Vorstellung der Vellmarerin durch Dekanin Carmen Jelinek in einem Gottesdienst in der Adventskirche in Niedervellmar statt. Nach 15-monatiger Ausbildung wird Rena Brede im Kirchenkreis Kaufungen als Prädikantin eingesetzt.

Aufgeregt war die Vellmarerin schon vor dem Gottesdienst, ließ es sich aber nicht anmerken. Vielmehr stand ihre Freude über ihr neues Amt im Vordergrund. „Ich fühle mich in Niedervellmar wohl und wurde von der Gemeinde sehr herzlich aufgenommen“, sagt die kaufmännische Angestellte, die zukünftig dieselben Aufgaben übernimmt wie ein Pfarrer und eine Pfarrerin. „Die pfarramtlichen Aufgaben muss ich aber nicht machen.“ Vor allem aber freut sich die 46-Jährige darüber, dass sie zukünftig ihre Großnichten und Großneffen selbst taufen darf. „Ich habe eine sehr große Familie.“

Vita des Menschen

Die Ausbildung neben Beruf, Familie und Haushalt war „sehr anstrengend“. An den Beweggrund, diesen Schritt dennoch zu wagen, kann sich die Vellmarerin noch gut erinnern. „Es war bei der Trauung meiner Nichte – da durfte ich selbst die Ansprache schreiben und halten.“ Ein ganz besonderer Moment für Rena Brede. „Da kommt ganz viel Gefühl rüber - wenn man sich mit der Vita des Menschen gut auskennt, dann kann man so eine Rede lebendiger gestalten.“ Pfarrer Thomas Vogt, der der 46-Jährigen während der Ausbildung als Mentor zur Seite stand, wird Rena Brede auch weiterhin unterstützen. „Es ist eine schöne Aufgabe, weil man sich im Gespräch intensiv mit Fragen und den Antworten darauf auseinandersetzt, die man für selbstverständlich hält.“ Der Geistliche freut sich über die Verstärkung in seiner Gemeinde. „Sie bringt einen anderen Blickpunkt und eine andere Lebenswirklichkeit mit.“

Von Johanna Uminski

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