Gemeinden im Landkreis erweitern ihre Salzvorräte und halten an Winterdienstzeiten fest

Kommunen stocken Lager auf

Räumdienst im Einsatz: Während das Land Hessen die Räumzeiten auf Landes- und Kreisstraßen aus Spargründen kürzen wollte, ist dies bei den Kommunen im östlichen Altkreis kein Thema. Archivfoto: Schachtschneider

kreis kassel. Da war die Empörung groß: Kurzzeitig wollte Verkehrsminister Dieter Posch den Winterdienst auf Landes- und Kreisstraßen einschränken. Nach harscher Kritik zog er am Dienstag seine Pläne zurück. Für die Kommunen im Kreis ist ein eingeschränkter Winterdienst kein Thema. Im Gegenteil: Sie lagern mehr Streusalz als im Vorjahr ein.

Die Gemeinden Söhrewald und Lohfelden arbeiten beim Winterdienst zusammen. Sie lagern gemeinsam 400 Tonnen Streusalz ein. Zudem räumt und streut der Lohfeldener Bauhof auch die Straßen in Söhrewald. In Lohfelden beginnt der Dienst weiterhin um 4 Uhr und endet um 24 Uhr. In Söhrewald geht es ebenfalls um 4 Uhr und solange wie nötig, wie Bürgermeister Michael Steisel (SPD) erklärt.

„Wir streuen alle Straßen“, sagt Niestetals Pressesprecher Dennis Bachmann. Der Beschluss des Gemeindevorstands aus dem vergangenen Jahr hat Bestand: zwischen 5 und 22 Uhr werden die Straßen geräumt und gestreut. Bei Bedarf auch darüber hinaus. Zusätzlich zu 50 Tonnen Sackware stellt die Gemeinde in den kommenden Tagen drei Salzsilos auf. Sie fassen zusammen 220 Tonnen.

Auch Nieste rüstet sich mit einem Salzsilo für den Winter. Es wird in den nächsten Tagen neben dem Bauhof gebaut und fasst 50 Kubikmeter Salz. Bisher wurde das Streufahrzeug bei den Stadtreinigern in Kassel mit Salz betankt. „Wir können so schneller auf das Wetter reagieren“, begründet Niestes Pressesprecher Helmut Lippert den Schritt. Der Bereitschaftsdienst des Bauhofs beginnt um 4 Uhr. Im Laufe des Tages wird je nach Bedarf gestreut und geräumt, mindestens aber bis 20 Uhr.

Die Gemeinde Kaufungen wird seit zehn Jahren von der Stadtreinigung Kassel mitversorgt. Der Räum- und Streuplan wird derzeit vorbereitet, erklärt Bürgermeister Arnim Roß (SPD). Gefahren wird in zwei Schichten. Nach einem Räum- und Streuplan fährt auch die Gemeinde Helsa. Los geht es unter der Woche um 4 Uhr. Bis 21 Uhr rückt der Bauhof aus. Am Wochenende gelten eingeschränkte Einsatzzeiten: samstags wird zwischen 6 und 19 Uhr geräumt und gestreut, sonntags zwischen 7 und 19 Uhr. „Die Zeiten sind seit Jahren gleich“, sagt Thomas Kropf, stellvertetender Bauhofsleiter in Helsa. Die Gemeinde hat ihren Salzvorrat um 100 Tonnen auf 175 Tonnen aufgestockt. Zusätzlich verfügt sie über weitere 100 Tonnen, die ihr zugesichert sind.

Ihre Reserven erweitert hat auch die Gemeinde Fuldabrück. Zusammen mit Baunatal und Schauenburg haben sie ein Lager in Großenritte geschaffen. Fuldabrück lagert dort 50 Tonnen Streusalz ein. Auf dem heimischen Bauhof liegen 26 weitere Tonnen. Der Winterdienst beginnt für Fahrer Reiner Bolte täglich um 4 Uhr und endet um 22 Uhr.

Von Anke Laumann

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