Konsum, Wirkung, Gefahr: Die Wahrheit über Cannabis

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Als Eltern sollten Sie die Wahrheit über Cannabis kennen: Bei Jugendlichen besteht ein erhöhtes Risiko, dass sie süchtig werden.

Einerseits benutzten die Chinesen die Hanfpflanze schon in der Steinzeit als Heilmittel. Andererseits kann früher und regelmäßiger Konsum abhängig machen. Die Folge sind psychische und kognitive Störungen. Lesen Sie hier die ganze Wahrheit über Cannabis!

Marihuana und Haschisch sind beliebte Rauschmittel

Cannabis ist die Substanz, die in Deutschland am häufigsten illegal konsumiert wird. Am weitesten verbreitet ist die Droge hierzulande in Berlin: Mehr als zwei Drittel der jungen Berliner zwischen 16 und 27 Jahren hat schon einmal Cannabis probiert - und fast jeder dritte konsumiert mehrmals pro Woche oder sogar täglich.

Laut einer forsa-Umfrage sprechen sich 39 Prozent der Berliner für eine generelle Legalisierung von Cannabis aus. Eine deutschlandweite Studie, die der Hanfverband in Auftrag gegeben hat, ergibt:62 Prozent der Befragten sind gegen eine generelle Legalisierung von Cannabis, aber 82 Prozent für eine medizinische Verwendung.

So wirkt Cannabis

Haschisch und Marihuana beeinflussen die Wahrnehmung und versetzen den Körper in einen Rauschzustand. Der Hauptwirkstoff von Cannabis ist das sogenannteDelta-9-Tetrahydrocannabinol, kurz THC. Abhängig von der Grundstimmung des Konsumenten verstärkt es positive oder negative Gefühle. Häufig erscheinen Farben und Töne intensiver.

Entdeckt von den Chinesen, wird THC heutzutage weltweit in der Medizin eingesetzt. Es lindert Krämpfe, wirkt gegen Übelkeit und regt den Appetit an. In Deutschland sind Medikamente auf der Basis von Cannabis mittlerweile zugelassen. Sie werden zum Beispiel für die Behandlung von Multipler Sklerose oder Krebserkrankungen eingesetzt. Häufig weigern sich die Krankenkassen jedoch, die Kosten dafür zu übernehmen.

Suchtgefahr und bleibende Schäden

Wer die Wahrheit über Cannabis erfahren möchte, sollte sich auch mit den Risiken der Droge auseinandersetzen. Vor allem für junge Erwachsene unter 25 Jahren besteht eine erhöhte Suchtgefahr. Das Gehirn entwickelt sich bis zu diesem Alter weiter. Der regelmäßige Drogenkonsum stört es dabei. Das kann sich langfristig auf das Verhalten und die Persönlichkeit auswirken. Auch psychische Probleme, kiffende Freunde und fehlende Unterstützung durch die Familie erhöhen die Gefahr, abhängig zu werden.

Die Symptome der Cannabissucht entsprechen denen einer klassischen psychischen Abhängigkeit: innere Leere, Freudlosigkeit, Antriebsmangel, Konzentrationsstörungen und Unruhe. Die Konsumenten gewöhnen sich an die Wirkung der Droge und verlieren die Kontrolle über ihr Leben.

Zudem kann der Konsum von Haschisch oder Marihuana psychische und kognitive Schäden anrichten. Die Konzentration und das Erinnerungsvermögen nehmen ab, depressive Störungen bis hin zu Psychose und Schizophrenie können auftreten.

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