Frauen aus der Türkei und anderen Ländern kochten für andere

Kontakt über die Küche

Einer von vier Gängen wartet schon: Die beiden Kurdinnen aus der Türkei Perihan Tak (links) und Nurcan Epaydin (rechts) verwöhnten unter anderem Rosa Singer (vorne von links), Johanna Bender und Gudrun Achenbach mit türkischen Gerichten. Foto:  Grigoriadou

Baunatal. Der Orient ist gar nicht weit entfernt. Genau genommen, war er für ein paar Wochen im Baunataler Stadtteilzentrum Baunsberg daheim. Mit ihrem Projekt „Verständigung geht durch den Magen – eine kulinarische Reise für Frauen“ zeigten Manuela Döring und Petra Scholz, Mitarbeiterinnen des Zentrums, dass nicht nur Liebe, sondern auch Freundschaft durch den Magen geht. „Das Projekt dient dazu, sich über das gemeinsame Essen kennen zu lernen und Berührungsängste zu verlieren“, sagt Petra Scholz.

Tunesisch, kurdisch, afghanisch, somalisch und türkisch – solche Spezialitäten standen auf der Speisekarte. Natürlich nicht auf einmal. An fünf Abenden trafen sich stets zehn Frauen, die sich vorher zum Projekt angemeldet hatten. „Ich dachte zuerst, dass wir gemeinsam kochen“, sagt Astrid Bierschenk und lacht. „Aber letztendlich wurden wir von den Frauen aus dem jeweiligen Land bekocht.“

„Es ist sehr schön, neue Leute kennen zu lernen und Kontakte zu knüpfen.“

Perihan Tak

Perihan Tak und Nurcan Epaydin gehören zu den Köchinnen, welche die kurdische und türkische Kultur und Küche vertreten. „Ich koche leidenschaftlich gerne“, sagt Perihan Tak und lacht. „Es ist sehr schön, neue Leute kennen zu lernen und Kontakte zu knüpfen.“ Auch Nurcan Epaydin fühlt sich gut aufgehoben im Stadtteilzentrum.

Besonders faszinierend empfinden Karin und ihre Tochter Maike Dittmar bestimmte Gewürze. „Das kennt man in der deutschen Küche ja nicht“, sagt Karin Dittmar.

Die 18-jährige Maike kann sich gar nicht festlegen, welche Gerichte ihr am besten geschmeckt haben. „Es war alles so individuell. Aber nicht nur das Essen war toll.“ Die Gespräche mit den Frauen über Land, Leute und Leben haben ihr so sehr gefallen, dass sie sich mehr solcher Projekte wünscht. „Meine Freundinnen sind beim nächsten Mal bestimmt dabei“, sagt Maike.

Auch der informative Teil über die Länder kam nicht zu kurz. Für Fotos und Literatur sorgten die Mitarbeiterinnen des Stadtteilzentrums, und darüber hinaus werden die Rezepte den Teilnehmerinnen noch in Form eines Buches geschenkt.

Von Anthoula Grigoriadou

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