Bei den Kasseler Schachtagen in Vellmar drehte sich vier Tage lang alles um das königliche Spiel

Mit Konzentration und Spaß am Brett

Analyse nach der Partie: (von links) Marcel Zierenberg, Brian Jin, Daniel Cillinger, Yakup Cillinger und Jannik Scherer beratschlagen gemeinsam über geschickte Schachzüge.

VELLMAR. „Geschafft“, sagt Jannik Scherer und atmet tief durch. Soeben hat der junge Teilnehmer der Kasseler Schachtage die erste von sieben Runden der Gruppe C erfolgreich absolviert.

Die Aussage des Zwölfjährigen ist dabei durchaus zweideutig zu verstehen. Zum einen freut sich der passionierte Schachspieler aus Espenau über seinen Punktgewinn, zum anderen empfand er die Partie aber auch als kräftezehrend. „Beim Schach muss man immer konzentriert bei der Sache sein. Das macht zwar Spaß, strengt aber auch an“, sagt Jannik. Im Analyseraum der Kulturhalle Niedervellmar nutzt er daher die Gelegenheit, mit Freunden und einer Portion Pommes zu entspannen und noch einmal alle Züge Revue passieren zu lassen.

Zum dritten Mal richtete der Schachklub Vellmar (SK) in Zusammenarbeit mit dem Schachbezirk Nordhessen unter dem Vorsitz von Hartmut Austein die Kasseler Schachtage aus, bei denen sich vier Tage lang alles um das königliche Spiel drehte.

„Um den nordhessischen Turnierschachsport war es lange Jahre still geworden. Daher haben wir uns vor drei Jahren entschlossen, die Kasseler Schachtage ins Leben zu rufen“, erklärte der 46-jährige Schachbezirksvorsitzende. Und diesen Entschluss habe man nicht bereut. „Wir haben stetig wachsende Teilnehmerzahlen“, freute sich Austein. Waren es beim ersten Turnier nur knapp hundert Schachbegeisterte aller Altersklassen, so kamen zum jüngsten Turnier 130 Spieler, darunter auch Teilnehmer aus Spanien, Polen, Schweden und Russland.

„Dass unsere Veranstaltung international besetzt ist, freut uns sehr“, so SK-Vorsitzender Rainer Weyers. „Einmal mehr hat sich die intensive Vorarbeit gelohnt. Die Teilnehmer kommen offensichtlich sehr gern hierher.“

Das bestätigte auch Marcel Zierenberg aus Reinhardshagen. „Hier ist alles gut organisiert, man fühlt sich auch zwischen den Partien gut aufgehoben. Schön ist auch, dass man sich hier über das gemeinsame Hobby so gut austauschen kann und auch richtig gute Spieler dabei sind“, fand der Zwölfjährige.

Vorbild für die jugendlichen Spieler war Meister Uwe Kersten vom Kasseler Schachklub. Der 43-Jährige beherrscht das Schachspiel in Perfektion und war unter anderem Trainer des Jahres 2005.

„So gut möchten wir auch irgendwann mal spielen können“, so die Nachwuchsspieler der Gruppe C, die sich am Ende des Turniers über eine Teilnehmer-Medaille freuten.

Ergebnisse der Kasseler Schachtage gibt es unter www.schachtage-kassel.de

Von Martina Sommerlade

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