Interview mit dem Wiesnfest-Veranstalter: "Konzept hat sich bewährt"

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Kuratoriumsvorsitzender Uwe Kemper über das Vellmarer Wiesnfest

Vellmar. Mit einem Wiesnfest hat das Vellmarer Kuratorium der Vereine und Verbände Neuland betreten. Am Montag endeten die Feierlichkeiten, angelehnt an bayerische Tradition, nach fünf Tagen. Im Interview zieht der Veranstalter Uwe Kemper Bilanz.

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Über das Fest sprach Redakteur Michael Schräer mit dem Kuratoriumsvorsitzenden Uwe Kemper.

Es gibt aus der Bevölkerung Kritik an dem zu hohen Eintrittspreis für die FFH-Wiesnhitnacht. Können Sie diese nachvollziehen?

Uwe Kemper: Die kann ich nachvollziehen. Persönlich hätte ich gern gehabt, dass wir den Eintrittspreis moderater halten als jetzt von null auf 19,50 Euro.

Früher, bei den Heimatfesten, wurde kein Eintritt erhoben. Warum hat das Kuratorium das geändert?

Kemper: Beim Heimatfest hatten wir mit der Brauerei, dem Festwirt und Spenden finanziell drei tragende Säulen. Die Landschaft hat sich dramatisch verändert, diese Säulen existieren so nicht mehr. Die Finanzierung des Festes über die Vereine und Verbände ist nicht möglich, daher mussten wir einen neuen Weg gehen.

Decken die Eintrittsgelder von 19,50 Euro für die FFH-Wiesnhitnacht die entstandenen Kosten?

Kemper: Ja, was den Samstagabend betrifft. Aber die Kosten zum Beispiel für Technik und Sicherheitsdienst sind rausgerechnet. Denn beides braucht man auch für die anderen Veranstaltungen. Und man muss auch nicht glauben, dass ein Musikzug einen ganzen Tag kostenlos beim Festzug mitläuft. Daher bemüht sich das Kuratorium, Sponsoren zu finden.

Die Schausteller vom Festplatz beklagen zu hohe Standkosten. Verlangen Sie zu viel Geld von den Beschickern?

Kemper: Der Platz ist an einen Gesamtorganisator vergeben, der wiederum mit den Beschickern abrechnet.

Die Betreiber von Ständen und Fahrgeschäften kritisieren außerdem, dass für sie auf den Plakaten zum Wiesnfest keine Werbung gemacht wurde. Warum eigentlich nicht?

Kemper: Auf den Plakaten wurden die Hauptveranstaltungen beworben. Der Festplatz gehört traditionell dazu. Aber man lernt nie aus. Wir haben großes Interesse, dass die Schausteller wiederkommen. Wir werden über das Marketing mit ihnen reden.

Hat sich das neue Konzept Ihrer Meinung nach bewährt?

Kemper: Ja. Nach 40 Jahren Heimatfest mussten wir umsteuern. Wir haben jetzt eine gute Mischung gefunden für alle Altersgruppen. Am Samstagabend waren 1500 Gäste von der FFH-Wiesnhitnacht begeistert. Da war eine unglaubliche Stimmung. Wir werden das Konzept des Festes aber noch verfeinern - dabei mit den Menschen reden, für die wir das Fest ja machen.

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