Planer wollen Zufahrt verändern – Bordsteine sollen versetzt werden

Korrekturen an Kreisel

Kleiner Kreisel: Vor zehn Jahren hat die Gemeinde Niestetal den Kreisverkehr an der Kasseler Straße / Niestetalstraße gebaut. Jetzt schlägt ein Planungsbüro vor, nachzubessern. Foto: Laumann

Niestetal. Zwischen ihm und seinem jüngeren Bruder an der Kasseler / Söhre Straße liegen nur 400 Meter. Aber sie trennen Welten. Der Kreisverkehr an der Kasseler Straße /Niestetalstraße in Heiligenrode ist im Vergleich winzig. Doch er scheint seinen Zweck zu erfüllen. Planer wollen ihn nun leicht verändern.

Als die Gemeinde den Kreisel vor zehn Jahren gebaut hat, wurde sie belächelt. „Kreisverkehre gab es in Nordrhein-Westfalen haufenweise. In Hessen waren sie ein Fremdwort. Heute sagt jeder Gott sei Dank, dass es den Kreisverkehr gibt“, sagt Wolfgang Gundlach. Der Leiter des Ordnungsamtes verteidigt den kleinen Kreisel: „Mehr Platz hatten wir nicht.“ Daher gab es die raumsparende Variante mit Markierungen und einer kleinen Erhöhung in der Mitte.

„Es ist kein Standardkreisel“, sagt auch Christina Röntgen, Pressesprecherin des Amtes für Straßen- und Verkehrswesens (ASV) Kassel. Für Wolfgang Gundlach hat sich das Modell bewährt: „Seither gibt es keine Rückstaus und keine Unfälle mehr. Das ist entscheidend.“

Diese beiden Probleme hatten den Planern jahrelang Kopfschmerzen bereitet. Und noch ein Hindernis wurde durch den Kreisel behoben: Lastwagen passieren die Stelle jetzt problemlos. An der Vorgängerlösung, eine kleine Verkehrsinsel, blieben sie oft hängen.

Das Ingenieurbüro Brilon, Bondzio, Weiser (Bochum) schlägt dennoch vor, nachzubessern. Die Fachleute erarbeiten derzeit einen Verkehrsentwicklungsplan für Niestetal. Auch der Kreisel ist dabei Thema. Die Idee der Verkehrsexperten: Die Zufahrt zum Kreisel von der Niestetalstraße soll geändert werden. Der Bordstein soll leicht nach links versetzt werden. „Die Autofahrer müssen dann nach links fahren, sich dort in den Kreisel einfügen und daher langsamer fahren“, erklärt Gundlach das Ziel. Von Kassel kommend gibt es bereits solch eine Verkehrsführung. Sie wird voraussichtlich um wenige Zentimeter verlängert. Die Gemeindevertretung wird in der Novembersitzung über den Verkehrsentwicklungsplan abstimmen.

Von Anke Laumann

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