Junge Patienten der Kinderkrebsstation des Kasseler Klinikums machen sich bei Fest gegenseitig Mut

Kraft und Hoffnung für zweites Leben

Der Tiger und seine gute Fee: Tim (7) und Melanie (7) ließen sich beim Sommerfest der Kinderkrebsstation bunt anmalen. Fotos:  Dilling

Kassel / Espenau. Er musste immer wieder im Krankenhaus liegen, die Chemotherapie gegen seine Leukämie verursachte starke Nebenwirkungen und Besuch konnte er wegen der Infektionsgefahr für seinen geschwächten Körper oft nicht haben: Hinter Henning Brüne aus Edertal-Affoldern liegt eine schwere Zeit. Doch beim Fest der Kinderkrebsstation K 1 Löwenburg des Klinikums Kassel an der Freizeitanlage „Im Steinbruch“ in Espenau am Donnerstagsnachmittag ist das längst vergessen.

Henning (9) gibt vielen der kleinen Krebspatienten, denen es schon so gut geht, dass sie mitfeiern können, Mut und Kraft, auch für das Leben nach der Krebserkrankung: Henning muss nur noch alle vier Monate zur Kontrolle. Er besucht die vierte Klasse und spielt leidenschaftlich gern Fußball.

Beim Sommerfest trifft er nicht nur seine Leidensgenossen von damals, sondern auch die Erzieherin der K 1, Martina Fischer, die ihm im Spielezimmer der Station jeden Wunsch erfüllt hat. „Sie hat damals auch ein Puzzle besorgt, als Henning das zum ersten Mal versuchen wollte“, erzählt dessen Mutter Jutta Brüne. „Wir sind damals sehr gut in dieser für uns sehr schweren Zeit begleitet worden“, sagt sie. Jutta Brüne konnte damals bei ihrem Sohn im Krankenzimmer schlafen. Vor allem die Bezugsschwester, an die sie sich bei jedem Problem habe wenden können, sei Gold wert gewesen. Für Henning waren das auch die Clowns auf der Station, an die er sich noch gut erinnern kann. Die brachten ihn zum Lachen, auch wenn es ihm schlecht ging. Das hat ihm während der ein Jahr dauernden Intensivtherapie geholfen.

250 Besucher

Martina Fischer hat das Sommerfest organisiert. Rund 250 ehemalige und gegenwärtige Patienten der Kinderkrebsstation, Angehörige und Freunde nutzen die Gelegenheit für ein Wiedersehen, erzählen sich, wie es ihnen inzwischen ergangen ist. Gemeinsame Spiele und Musik sorgen für den lockeren Rahmen beim Fest. (pdi)

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