Mit Kraftkäfer und Sparstift

Neujahrsempfang in Fuldatal: Schuldenabbau und Wachstum zugleich

In schönen Kostümen: Der Nachwuchs des Karnevalvereins Rothwesten unterhielt die Gäste mit einem Schautanz. Fotos: Dilling

Fuldatal. Wer finanziell auf dem Zahnfleisch geht, der freut sich ganz besonders über ein unverhofftes Neujahrsgeschenk. So ging es Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) beim Neujahrsempfang der Gemeinde Fuldatal im Bürgerforum am Wochenende.

Er war vor 13 Monaten angetreten, um den Spagat zwischen Schuldenabbau und Wachstum zu schaffen. Dafür gab es Schützenhilfe von Friedrich Eichele, Präsident der Bundesbereitschaftspolizeidirektion.

Der Bundespolizeistandort Fuldatal sei aus seiner Sicht sicher und werde wahrscheinlich weiter ausgebaut. Das stärke die Wirtschaftskraft, erklärte er. Rund sieben Millionen Euro habe die Bundespolizei in den vergangenen Jahren in Fuldatal investiert. Weitere Investitionen seien unterwegs, sagte Eichele vor 180 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kirchen, Vereinen und Kommunalpolitik. Daneben könne die Bundespolizei der Gemeinde noch weiter unter die Arme greifen. Man habe nämlich noch Trainingszeiten auf den eigenen Plätzen und in polizeieigenen Hallen frei. Und im Notfall könne man Fuldatal sogar Trinkwasser liefern. Da hat die Polizei eigene Quellen. So schlimm wird es wohl nicht kommen, auch wenn Schreiber weiter eisern sparen und ab 2016 keine neuen Schulden machen will. In die Zukunft investiere man dennoch, versprach der Verwaltungschef und verwies auf den erfolgreichen Ausbau der Kita-Betreuung, die Erweiterung des Hortbetreuungsangebots in diesem Jahr und das neu erschlossene Gewerbegebiet. Stefanie Roß-Stabernack, Vorsitzende der Gemeindevertretung, verteilte süße Kraftkäfer an die Gäste, wohl auch als Stärkung angesichts bevorstehender Zumutungen gedacht.

Denn der Sparkurs geht nicht ohne Schmerzen ab. Es sei frustrierend für ehrenamtliche Kommunalpolitiker „immer wieder feststellen zu müssen, dass etwas nicht geht, weil das Geld fehlt“, sagte Roß-Stabernack. Die Streichung des kostenlosen Bezugs der Bürgerzeitung sei „ein Rückschritt“, sagte sie. Die Bundespolizei verteile ihre eigene Zeitung kostenlos, sagte Eichele später.

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