2014 erstmals vereinbarte Menge erreicht – Zwei neue Arbeitsplätze durch Erweiterung in Lohfelden

Kreis: Biogasanlage läuft jetzt rund

Lohfelden. Der Landkreis Kassel hat eine positive Bilanz seiner Biogasproduktion in der Anlage Sandwiesen bei Vollmarshausen gezogen. Im Jahr 2014 seien erstmals 1,5 Millionen Kubikmeter Biogas erzeugt worden und damit genug, um die Gemeinde Lohfelden mit ausreichend Gas zu beliefern.

Das bestätigte auch der Lohfeldener Bauamtsleiter Rolf Schweitzer auf Nachfrage der HNA: „Die vertraglich festgehaltenen Biogaslieferungen konnten im Jahr 2014 erbracht werden.“

Im ersten Produktionsjahr 2012 war die Menge mit 1,2 Mio. Kubikmeter ebenso wie 2013 (1,4 Mio. Kubikmeter) noch unter der vereinbarten Menge gelegen. Der Kreis hatte zum Ausgleich eine Schadensersatzleistung in Höhe von 78 000 Euro an die Gemeinde gezahlt.

Der Landkreis hat in der Biogasanlage im Jahr 2014 aus 23 000 Tonnen Bioabfällen 1,5 Millionen Kubikmeter Biogas erzeugt. Das sind 180 000 Kubikmeter mehr als im Vorjahr.

Vizelandrätin Susanne Selbert (SPD), verantwortlich für die Abfallwirtschaft des Kreises, wertete die Bilanz als „sehr positiv“. Es sei schwierig, die Gasproduktion auch bei den jahreszeitlichen Schwankungen in Menge und Zusammensetzung konstant zu halten, sagte Selbert. Dazu sei eine Einfahrphase nötig gewesen.

Mit dem Biogas werden rund 1000 Haushalte in Lohfelden mit Strom und mehrere öffentliche Einrichtungen wie das Rathaus und das Bürgerhaus mit Heizwärme versorgt.

Plan: 21 Jahre in Betrieb

Durch die energetische Nutzung der Bioabfälle werden Erdöl und Erdgas ersetzt und damit der CO²-Ausstoß verringert. Die Laufzeit der Biogasanlage in Vollmarshausen ist auf 21 Jahre angelegt.

Die Biogasanlage bei Vollmarshausen wird zurzeit für 3,8 Millionen Euro erweitert. Ab Mitte dieses Jahres werden auch 12 000 Tonnen Bioabfälle aus dem Werra-Meißner-Kreis in der Bioabfallvergärungs- und Kompostierungsanlage des Landkreises Kassel verwertet. Dazu werden hier weitere Rotteboxen errichtet. Die Verwertungskosten sinken auf 60,16 Euro pro Tonne, das ist fünf Euro günstiger als bisher. Am Standort Lohfelden entstehen durch die Kooperation mit dem Werra-Meißner-Kreis zwei zusätzliche Arbeitsplätze. (rax)

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