Espenau ist Schlusslicht - Eigenheime in Fuldatal sind dagegen gefragt

Bauboom im Altkreis Kassel nimmt allmählich ab

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Spitzenreiter im Altkreis Kassel: In der Gemeinde Fuldatal ist die Anzahl der Bauanträge um knapp ein Drittel gestiegen. Unser Foto zeigt das seit 2016 bestehende Neubaugebiet nördlich der Straße Stockbreite im Ortsteil Ihringshausen. Auf dem 13 500 Quadratmeter großen Areal ist Platz für 13 Einfamilienhäuser, zwei Doppelhäuser sowie ein Geschosswohnungsbau.

Kreis Kassel. Im Altkreis Kassel gab es im vergangenen Jahr weniger Bauwillige. Die Zahl der Bauanträge sank um gut acht Prozent.

Der Wohnungsbau in Deutschland boomt. Noch nie seit der Jahrtausendwende wurden nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes so viele Projekte genehmigt wie 2016 – insgesamt waren es 375 400 Wohnungen. Das waren 20 Prozent, also rund 66 700, mehr Baugenehmigungen für Wohnungen als im Jahr 2015. Ein anderes Bild zeigt sich im Altkreis Kassel. Während 2015 noch 901 Anträge eingingen, waren es 2016 nur noch 827.

Ahnatal

Die Anzahl der Bauwilligen in der Gemeinde Ahnatal ist beinahe gleich gebleiben. 2016 gab es mit 26 Bauanträgen lediglich zwei weniger als im Vorjahr.

Baunatal

Um knapp 20 Prozent ist das Interesse von Bauherren in Baunatal gestiegen: Wurden 2015 insgesamt 173 Anträge gestellt, waren es im darauffolgenden Jahr 204.

Espenau

Um fast die Hälfte hat sich die Anzahl der Bauanträge in den Jahren 2015/2016 von 54 auf 28 in Espenau verringert – das ist prozentual gesehen der größte Rückgang im gesamten Altkreis.

Laut Bürgermeister Carsten Strzoda (parteilos) liegt diese Negativ-Entwicklung an den fehlenden Baugebieten: „Wenn wir kein neues Bauland ausweisen, können die Menschen auch nicht bauen.“ Man sei bereits in Gesprächen, um zeitnah neues Bauland zu schaffen. „Da die Verhandlungen noch laufen, kann ich derzeit noch keine Auskunft dazu geben“, erklärte Strzoda.

Fuldabrück

Um mehr als ein Drittel sind die Zahlen in Fuldabrück gesunken: 2016 gab es mit 72 Bauanträgen 25 weniger als im Vorjahr.

Fuldatal

Absoluter Spitzenreiter im Vergleich der Altkreis-Kommunen ist die Gemeinde Fuldatal: Dort ist die Anzahl der Bauanträge um knapp 30 Prozent gestiegen (2015: 71, 2016: 91). „Besonders Ihringshausen und Simmershausen sind sehr gefragt“, berichtet Armin Reiting, Fachbereichsleiter für Bauverwaltung bei der Gemeinde. Er nennt die Nähe zu Kassel, die gute Infrastruktur und die Natur im direkten Umfeld als Gründe für die Beliebtheit von Fuldatal als Baugebiet. Zudem zieht es laut Reiting auch viele Berufspendler in die Gemeinde.

Helsa

In Helsa sank das Interesse der Bauherren leicht: Die Zahl der Anträge verringerte sich von 28 auf 22.

Kaufungen

Einen leichten Rückgang gab es in Kaufungen. 2016 waren es mit 63 Bauanträgen elf weniger als im Vorjahr.

Lohfelden

2016 wollten 97 Bauwillige – und damit elf mehr als noch im Jahr 2015 – ihre eigenen vier Wände in der Gemeinde Lohfelden bauen.

Nieste

Um knapp 30 Prozent ist die Anzahl der Bauanträge in Nieste gesunken: Wurden 2015 noch 31 gestellt, waren es 2016 nur noch 22.

Niestetal

Knapp ein Drittel weniger Bauwillige in Niestetal: 2016 gab es mit 65 Bauanträgen 31 weniger als im Vorjahr.

Schauenburg

Die Kommune Schauenburg zieht ein positives Resümee: Die Zahl der Bauanträge erhöhte sich von 65 auf 71.

Söhrewald

Einen leichten Anstieg gab es in der Gemeinde Söhrewald. Dort stieg die Anzahl der Bauherren von 21 auf 23.

Vellmar

Mit 20 Prozent Rückgang liegt Vellmar im Mittelfeld des Vergleichs: Die Zahl der Bauanträge sank von 85 auf 68.

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