Kriminalstatistik der Polizei

Deutlich weniger Hauseinbrüche im Landkreis Kassel

Kreis Kassel. Die Polizei hat die Kriminalstatistik veröffentlicht: Die Aufklärungsquote in den östlichen Altkreis-Kommunen ist im vergangenen Jahr um sieben Prozent gestiegen.

Die Anzahl der Wohnungseinbrüche im gesamten Landkreis Kassel ist um fast die Hälfte von 400 (2016) auf 204 (2017) gesunken. Dieses Ergebnis zeigt die Polizeistatistik des Präsidiums Nordhessen. „Für diese positive Entwicklung sehe ich vor allem zwei Gründe: Die verschiedenen Programme der Polizei – wie beispielsweise ‚Wachsamer Bürger‘ – greifen nun, zudem entwickelt sich unsere Ermittlungsarbeit ständig weiter. Zum anderen schützen sich immer mehr Hausbesitzer und Wohnungsinhaber selbst“, erklärt Karl-Ludwig Lamp. Er ist Erster Polizeihauptkommissar und leitet seit Februar das Polizeirevier Ost.

Wie in der Polizeistatistik abzulesen ist, sind im gesamten Landkreis Kassel die Fallzahlen bei Straftaten im Laufe des vergangenen Jahres leicht gesunken. So sind bei insgesamt 7138 registrierten Delikten 307 weniger zur Anzeige gebracht worden als noch im Jahr 2016. Gleichzeitig blieb die Aufklärungsquote mit 57,8 Prozent auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr.

In den sieben östlichen Altkreis-Kommunen (Fulda-brück, Helsa, Kaufungen, Lohfelden, Nieste, Niestetal und Söhrewald) sieht es ähnlich aus: Insgesamt wurden im Jahr 2017 dort 1627 Delikte gezählt, 112 weniger als noch im Jahr 2016. In Sachen Aufklärungsquote gab es eine Steigerung: Waren im Jahr 2016 noch 50,9 Prozent aller Fälle zum Abschluss gebracht worden, waren es 2017 sogar 57,9 Prozent – also sieben Prozent mehr.

Anzahl Straftaten in den östlichen Altkreis-Kommunen im Jahr 2017

 

Fuldabrück

In Fuldabrück hat sich die Anzahl der Straftaten leicht erhöht (2016: 176, 2017: 188). Den stärksten Anstieg gab es bei Autoaufbrüchen (2016: 2, 2017: 8), dagegen wurden wesentlich weniger Ladendiebstähle begangen (2016: 24, 2017: 9). Die Aufklärungsquote liegt insgesamt bei 55,9 Prozent.

Helsa

121 Straftaten – eine weniger als 2016 – wurden in der Gemeinde Helsa im vergangenen Jahr begangen. Leichte Anstiege gibt es bei Fällen von Sachbeschädigung und persönlicher Freiheitsberaubung. Die Aufklärungsquote kann sich sehen lassen: Sie hat sich von 41,8 Prozent auf 73,6 Prozent erhöht und ist im Vergleich der sieben östlichen Altkreis-Kommunen die höchste.

Kaufungen

In Kaufungen erhöhte sich die Anzahl der Straftaten nur leicht: von 369 auf 377. Eine deutliche Steigerung ergibt sich im Bereich Sachbeschädigung (2016: 46, 2017: 79). Einen Rückgang dagegen gab es – wie im gesamten Landkreis Kassel – bei Wohnungseinbrüchen (2016: 31, 2017: 9). Die Aufklärungsquote insgesamt hat sich leicht verringert und liegt bei 52,5 Prozent.

Lohfelden 

Lohfelden ist mit 529 Fällen die östliche Altkreis-Gemeinde mit den meisten registrierten Delikten – dennoch sind es 96 weniger als noch im Jahr 2016. „Die hohe Fallzahl kommt durch den Rasthof Lohfeldener Rüssel zustande und hat mit der Kommune selbst nicht direkt etwas zu tun“, sagt Lamp. Vor allem die Anzahl der Sachbeschädigungen habe abgenommen. Lohfelden weist mit 47,1 Prozent die niedrigste Aufklärungsquote aus.

Nieste

Auf dem Papier verzeichnet Nieste mit einem Plus von 8,1 Prozent im Vergleich mit den anderen östlichen Altkreis-Gemeinden den höchsten Anstieg bei Straftaten. Doch ein Blick auf die absoluten Zahlen verrät, dass es sich lediglich um drei Fälle mehr handelt (2016: 37, 2017: 40). Hinzu kommt: Diese Anzahl der Straftaten ist im Vergleich zu den anderen Ost-Kommunen die geringste von allen. Die Aufklärungsquote in Nieste liegt bei 62,5 Prozent.

Niestetal

In Niestetal ist die Anzahl der Straftaten annähernd konstant geblieben (2016: 327, 2017: 324). Besonders auffällig: In der Kommune kam es vermehrt zu Autodiebstählen (2016: 4, 2017: 14). Die Aufklärungsquote in Niestetal hat sich insgesamt leicht erhöht und liegt nun bei 62 Prozent.

Söhrewald

Die 4700-Seelen-Gemeinde Söhrewald weist mit 42,2 Prozent den stärksten Rückgang von Straftaten im östlichen Altkreis aus (2016: 83, 2017: 48). So gab es zwar weniger Fälle mit Sachbeschädigung (2016: 15, 2017: 5), dafür aber deutlich mehr Autoaufbrüche (2016: 0, 2017: 6). Auch in Söhrewald hat sich Aufklärungsquote insgesamt leicht erhöht und liegt dennoch mit 52,1 Prozent unter dem Kreisdurchschnitt.

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: Andreas Gebert/dpa

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