Verhalten von Verbrechern wird analysiert

Einbrecher-Jagd mit App: Hessische Polizisten haben per Diensthandy Zugriff

Kreis Kassel. Um Einbrechern leichter das Handwerk legen zu können, steht der hessischen Polizei und damit auch den Beamten in Landkreis und Stadt Kassel seit Kurzem ein neues Computerprogramm zur Verfügung. 

Es ist ein Horrorszenario, das die Opfer oft traumatisiert und unsicher zurücklässt: ein Wohnungseinbruch, im schlimmsten Fall noch während die Bewohner in den eigenen vier Wänden sind. Doch nun soll es Abhilfe geben.

Laut hessischem Innenministerium arbeite das neue Programm mit Daten bereits bekannter Einbrüche und analysiere das Verhalten der jeweiligen Verbrecher bei ihren Taten. Dadurch könne leichter vorausgesagt werden, wie Täter bei zukünftig geplanten Einbrüchen vorgehen, wo sie möglicherweise zuschlagen und auch, wo besondere Kriminalitätsschwerpunkte seien. „Insbesondere Serieneinbrecher können so zur Strecke gebracht werden“, erklärte der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) bei der Einführung des Programms. „Auch wir nutzen die Software“, bestätigt Polizeisprecher Matthias Mänz.

Jeder hessische Polizist habe über den Computer und auch per Diensthandy und Tablet Zugriff auf die neuartige App. Dadurch könnten Einsatzkräfte sowohl zur richtigen Zeit an den richtigen Ort geschickt werden, als auch am möglichen Tatort Infos erhalten. In Aufbau und Funktionen sei die App ähnlich wie Google Maps – Ansichten von Straßen- und Liegenschaftskarten seien ebenso möglich wie Luftbilder. Die Polizei ist allerdings trotz der Software in ihrer Arbeit gegen Einbrüche auf Unterstützung angewiesen: „Wir setzen auf die Mithilfe der Bürger, die mit einfachen Mitteln ihre eigenen vier Wände schützen können“, so der Innenminister. 

Rubriklistenbild: © dpa

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