Reaktionen aus dem Landkreis Kassel zur Linienreform

Fahrplanwechsel der KVG: Vor- und Nachteile für Bus- und Tramfahrer

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Neue Fahrpläne: Die KVG hat ihr Liniennetz überarbeitet. Für Manche hat das Vor-, für andere Nachteile.

Kreis Kassel. Viele Bus- und Tramfahrer müssen sich auf Fahrplanveränderungen einstellen – das sorgt nicht bei allen für Begeisterung.

Vor wenigen Tagen hat die KVG ihr Liniennetz grundlegend überarbeitet. Die Fuldataler Grünen haben sich kritisch zu dem Thema geäußert. Wir wollten wissen, ob es in anderen Kommunen Beschwerden gegeben hat und haben stellvertretend in Kaufungen und in Baunatal nachgefragt.

Fuldatal

Die Fuldataler Grünen-Fraktion hatte sich kritisch zu den Änderungen geäußert. Zwar gebe es insgesamt gesehen für Fuldatal einige wichtige Verbesserungen, schreiben die Grünen in einer Pressemitteilung, aber eben auch einige deutliche Verschlechterungen sowie möglicherweise erhebliche Anschlussprobleme bei Tram und Bus.

Die größte Veränderung besteht darin, dass künftig nicht mehr die Straßenbahnlinien 3 und 7, sondern die Linien 3 und 6 zur Endhaltestelle Ihringshäuser Straße fahren. Die Linie 7 wird künftig ab der Weserspitze Richtung Wolfs-anger fahren und somit gar nicht mehr Richtung Fuldatal. Zudem wird die Linie 6 nicht – wie es früher die Linie 7 tat – über das Klinikum fahren.

„Das betrifft natürlich Patienten und Mitarbeiter des Klinikums gleichermaßen, die aus Fuldatal kommen“, sagt Heike Möller, Fachbereichsleiterin Ordnung, Verkehr und Wahlen in Fuldatal. Wenn man zum Beispiel um 6 Uhr zum Schichtwechsel im Klinikum sein müsse, so stelle die Veränderung im Fahrplan eine Verschlechterung dar, erklärt Möller.

Trotzdem sei die Fahrplanumstellung immer subjektiv zu betrachten, sagt Heike Möller. Denn was für den einen eine Verschlechterung darstelle, sei für den anderen eine Verbesserung. Für einige könne es zum Beispiel von Vorteil sein, dass künftig die Linie 6 nicht mehr den Bogen über das Klinikum macht, sondern direkt in die Innenstadt fährt. Denn dadurch verringert sich die Fahrzeit in die Stadt.

Bei einigen Verbindungen verlängern sich jedoch die Wartezeiten bei den Anschlüssen zu den Bussen, die in die jeweiligen Ortsteile Fuldatals fahren – je nach Verbindung bis zu 15 Minuten. „Aber“, sagt Heike Möller, „es lässt sich nichts verallgemeinern.“ Ebenso wie die Grünen rät sie Bus- und Bahnfahrern, sich rechtzeitig zu erkundigen und sich auf die Veränderungen einzustellen.

Kaufungen

„Bei uns gab es bislang noch keine Beschwerden“, sagt Kaufungens Sprecherin Iris Sager. Sollte es Schwierigkeiten mit den neuen Verbindungen geben, kämen die vermutlich erst nach den Osterferien zutage: „Dann sind die Schüler wieder unterwegs.“ Das betreffe vor allem die Linie 34, die von Kaufungen über Nieste und Escherode nach Uschlag fährt. Hier wurden die Fahrzeiten an veränderte Anschlusszeiten der Tram an der Haltestelle Oberkaufungen Gesamtschule angepasst.

Baunatal

Kritische Stimmen zur Liniennetz-Reform in Baunatal? Laut Stadtsprecherin Susanne Bräutigam Fehlanzeige, ganz im Gegenteil. „Wir können uns über zahlreiche Verbesserungen freuen“, sagt sie auf HNA-Anfrage und verweist darauf, dass das Angebot ausgeweitet wurde.

Erfreulich sei aus ihrer Sicht zum Beispiel, dass die Linie 51 (Bahnhof Wilhelmshöhe, Druseltal, Baunatal-Stadtmitte) jetzt auch samstags bis 18 Uhr im Halbstundentakt fährt. 

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