Drei Unfälle in einer Woche

Fünfköpfige Familie verletzt - Polizei: Kein Unfallschwerpunkt auf A7

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Vollsperrung: Im Berufsverkehr staute sich der Verkehr auf der A 7 in Richtung Norden auf zehn Kilometern Länge.

Kreis Kassel. Die Meldungen über schwere Verkehrsunfälle auf der Autobahn 7 bei Kassel reißen nicht ab - die Polizei spricht nicht von einem Unfallschwerpunkt.

Matthias Mänz

Zuletzt wurden am Donnerstagmorgen fünf Menschen beim Zusammenstoß eines Wohnwagengespanns mit einem Lkw verletzt. Infolge des Unfalls zwischen den Anschlussstellen Kassel-Nord und Lutterberg (Niedersachsen) in Fahrtrichtung Norden staute sich der Verkehr zeitweise auf über zehn Kilometern Länge. Trotzdem spricht die Polizei nicht von einem Unfallschwerpunkt. „Laut Autobahnpolizei ist die Zahl der Unfälle auf diesem Abschnitt im Vergleich zum Vorjahr nicht gestiegen“, erklärt Polizeisprecher Matthias Mänz auf HNA-Anfrage.

Es habe in den vergangenen Monaten zwar einige schwere, aber keine tödlichen Unfälle an verschiedenen Ecken der A7 nördlich von Kassel gegeben. In vielen Fällen seien ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und die Unachtsamkeit der Verkehrsteilnehmer Auslöser gewesen. Der Unfall war demnach nicht an die Örtlichkeit gebunden und hätte auf jedem anderen Abschnitt so passieren können. 

Erst vor einer Woche hatte sich in den Abendstunden ein schwerer Unfall mit zwei Lkw ungefähr auf gleicher Höhe ereignet. Und am vergangenen Samstag kollidierten zwei Autos auf demselben Abschnitt in Fahrtrichtung Süden. In allen Fällen musste die Autobahn gesperrt werden.

Überholverbot gibt es bereits

Oft sind Lkw in die schweren Unfälle verwickelt. Ein Überholverbot, das die Unfallgefahr eindämmen soll, gibt es bereits. Es gilt für Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen ab dem Autobahnkreuz Kassel-Ost bis hinter die niedersächsische Grenze. Nach Angaben des Polizeisprechers Mänz gab in diesem Jahr nur zwei Vorfälle mit Wohnwagen.

Bei dem Unfall am Donnerstagmorgen war ein Wohnwagengespann, das gegen 7.15 Uhr auf der A7 in Richtung Norden unterwegs war, auf Höhe der Gemeinde Niestetal vom mittleren auf den rechten Fahrstreifen geraten und kollidierte dort mit einem Lkw.

Die Bergungsarbeiten dauerten vier Stunden, weil unter anderem Sperrholz und Kleinteile des Wohnwagens in Container verladen werden mussten. Die Verletzungen, die sich die fünfköpfige Familie aus dem Landkreis Karlsruhe bei dem Unfall zuzog, waren nicht schwer, zur Beobachtung wurden der 34-jährige Fahrer, seine 33-jährige Ehefrau, zwei Kinder im Alter von 14 und drei Jahre sowie ein zwei Monate alter Säugling in ein Kasseler Krankenhaus gebracht.

Der in einer Box im Kofferraum transportierte Hund der Familie blieb unverletzt in der Obhut der Kasseler Polizei. Familienangehörige hatten das Tier dort im Laufe des Tages abgeholt. Die Bilder erinnern das Unglück vor einem Jahr auf der A7 bei Dörnhagen südlich von Kassel. Damals war eine dreiköpfige Familie – Vater, Mutter und ein elfjähriges Mädchen – aus der Nähe von Oldenburg ums Leben gekommen. Sie starben in ihrem Wohnmobil, das von einem Lastwagen zerquetscht wurde. 

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