Sanierung der Sportstätte

Herderschüler hoffen auf neue Sporthalle: Landkreis Kassel will 1,5 Millionen Euro investieren

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Klangperformance mit Besen: Der Leistungskurs Musik der Herderschule hatte einen spektakulären Auftritt.

Kreis Kassel. Gute Nachrichten gab es auf dem Neujahrsempfang des Schulverbunds Ost in der Herderschule: Der Landkreis Kassel will 1,5 Millionen Euro in die Sanierung der Sporthalle investieren.

Neue Besen kehren gut: Das bewiesen nicht nur die Schüler des Leistungskurses Musik, die beim Neujahrsempfang des Schulverbunds Ost in der Herderschule am Dienstagabend eine hinreißende Klang-Performance mit Besen, Küchenutensilien und Flaschen präsentierten.

Auch der neue Schulleiter Stefan Alsenz, seit dem neuen Schuljahr im Amt, drückte dem traditionellen Empfang seinen Stempel auf: Alles lief etwas lockerer als sonst und mit noch mehr Unterhaltung für die Gäste ab.

Sportunterricht in der Herderschule

Mehr noch als der Chor der Herderschule, mehr als die Auftritte des Leistungskurses, der Theater-AG und der Musikklasse 10a der Ahnatalschule Vellmar trug ein Gast zur guten Laune der versammelten neun Schulleiter und zahlreicher Bürgermeister des Schulverbunds bei, der gar kein Instrument mitgebracht hatte: Landrat Uwe Schmidt (SPD) hatte nach Jahren der beim Neujahrsempfang gebetsmühlenartig wiederholten Frage nach einem Ersatz für die marode Turnhalle der Herderschule endlich eine Antwort mitgebracht. Die Kreisverwaltung werde dem Kreistag in Kürze vorschlagen, 1,5 Millionen Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm für den Bau einer neuen Sporthalle zu investieren, kündigte er an. Das reiche allerdings noch nicht, um alle Wünsche zu erfüllen, schränkte er ein und warf den Blick hinüber zur Kasseler Schuldezernentin Anne Janz (Bündnis/Grüne). 200 der 700 Herderschüler kommen aus Kassel.

Stefan Alsenz

Doch Janz legte sich bezüglich einer finanziellen Beteiligung der Stadt nicht fest. Da seien noch weitere Gespräche mit dem Sportdezernenten Kassels, Oberbürgermeister Christian Geselle, nötig, sagte sie. Die Stadt werde aber weiterhin bei der Schul- und Bildungsentwicklung eng mit dem Landkreis zusammenarbeiten, versprach sie.

Schmidt hatte eine weitere gute Nachricht: Demnächst würden 56 der 86 Schulen im Landkreis mit Bundes- und Landesmitteln mit Breitbandanschluss ausgestattet. „Wir haben das Geld jetzt“, sagte er. Allerdings seien die bürokratischen Hürden hoch. Jede Kommune müsse selbst für sich tätig werden. „In Bayern läuft das 1000 Mal besser“, meinte der Landrat.

Schulamtsdezernentin Sabine Schäfer hatte Optimismus und Lob für die Schulen im Gepäck: 500 Lehrer seien eingestellt worden. Die Schulen nähmen die Herausforderungen der Integration von Flüchtlingen und der Inklusion mit guten Konzepten an. Wie Alsenz betonte sie, dass am Ende die maßgeschneiderte Förderung jedes einzelnen Schülers entscheidend sei. 

Hintergrund: Sportunterricht teilweise verlegt 

Mittlerweile seit Jahrzehnten gibt es bei Schülern und Lehrern der Kasseler Herderschule in der Unterneustadt Frust wegen der Sporthalle: Sie ist nicht nur sanierungsbedürftig, sondern auch viel zu klein für die 700 Schüler. Weil die Kapazität nicht ausreicht, findet der Sportunterricht teilweise in der Olebachhalle in Bettenhausen statt. Schüler und Lehrer müssen dafür von der Maulbeerplantage zu dem rund drei Kilometer entfernten Ausweichquartier pendeln. Weil das Zeit kostet, fallen oft sogar die Pause oder Teile des Sportunterrichts aus. 

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