Tiefe Spurrinnen zwischen Parkplatz Herkulesblick und Anschlussstelle Kassel-Nord

"Höchste Eisenbahn“: Lastwagen-Spur der A7 bei Kassel erneuert

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Trotz Arbeiten rollte der Verkehr: Hessen Mobil beseitigte am Wochenende Spurrinnen entlang der Autobahn 7 Richtung Süden zwischen Parkplatz Herkulesblick und Anschlussstelle Kassel-Nord.

Kreis Kassel. Die Zeit tiefer Spurrinnen auf der Autobahn 7 Richtung Süden zwischen Parkplatz Herkulesblick und Anschlussstelle Kassel-Nord gehört seit dem Wochenende der Vergangenheit an.

Für rund 150.000 Euro verpasste Hessen Mobil der arg in Mitleidenschaft gezogenen rechten Fahrbahn eine Notinstandsetzung.

Seit 2015 schon hatten Gefahrzeichen Autofahrer auf die Problematik hingewiesen, eine Sanierung war laut Sascha Schröder von Hessen Mobil unausweichlich und nur noch eine Frage der Zeit. „Es war höchste Eisenbahn“, so Schröder, der als einen Grund für die Schäden den Schwerverkehr der nahegelegenen Baustelle zur Errichtung einer Lärmschutzwand nennt. „Deshalb haben wir die Problematik auch nur auf der rechten Fahrbahn, da, wo der Schwertransport fährt.“

Vier Zentimeter in den Boden

Mit der Baustelleneinrichtung am Samstag um 13 Uhr begonnen, folgte kurz drauf die Sperrung des ersten Fahrstreifens, damit um Punkt 14.10 Uhr die große Fräse ihre Arbeit aufnehmen konnte. Vier Zentimeter tief fraß sich diese in einem ersten Schritt auf einer Breite von zwei Metern in den Asphalt und in Rekordzeit gen Kassel-Nord. „Das war insgesamt schon eine sportliche Leistung der rund 25 Mitarbeiter“, lobte Schröder, der stets den eng getakteten Zeitplan im Auge hatte.

Vier Zentimeter tief: Mit einer Fräse wurde der Asphalt entfernt, um die Einbuchtung im Anschluss neu aufzufüllen und zu glätten.

Viel Verkehr trotz Ferien

Ein zweiter Fräsvorgang machte kurzzeitig die Sperrung des zweiten Streifens der dreispurigen Fahrbahn nötig. „Das muss als Sicherheitsabstand sein, damit unsere Männer ohne Gefahr arbeiten können.“ Wider Erwarten sei das Verkehrsaufkommen trotz Wochenende und Sommerferien doch recht hoch gewesen, obwohl das sogenannte Slotmanagement von Hessen Mobil aufgrund zu erwartender niedriger Verkehrsströme die Arbeiten extra auf dieses Wochenende gelegt hatte.

Zu Problemen in den Abläufen habe das glücklicherweise nicht geführt, nach dem Fräsen der insgesamt knapp 5000 Quadratmeter Fahrbahn sei der Untergrund nach Plan gekehrt und staubfrei gemacht, Fugen geschnitten und Fugenband ausgelegt worden, um kurz drauf die Deckschicht mittels Gussasphalt wieder aufzufüllen. 13 Sattelzüge kümmerten sich um den Abtransport des Fräsgutes zur Lagerstelle nach Dörnhagen, und am späten Sonntagnachmittag waren die Arbeiten ohne größere Verkehrsbehinderungen abgeschlossen.

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