Im Kreis Kassel gibt es kein schulfrei wegen Busfahrer-Streik

Kreis Kassel. In Südhessen dürfen Schüler zuhause bleiben, wenn ihre Busse wegen des aktuellen Warnstreiks nicht fahren. Aber wie sieht es in Nordhessen aus?

Wir haben beim Staatlichen Schulamt für den Landkreis und die Stadt Kassel nachgefragt:

Obwohl laut Nordhessischem Verkehrsverbund (NVV) diverse Linien bestreikt werden, besteht weiterhin eine Anwesenheitspflicht für die Schüler im Landkreis. Auch für diejenigen Schüler, die auf den Busverkehr angewiesen sind, um in die Schule zu kommen. Das teilte Sabine Schäfer mit, leitende Direktorin des Schulamts. Das Amt habe keine generelle Regelung getroffen, die die Schüler vom Schulunterricht befreit.

Laut der Gewerkschaft Verdi und dem NVV streikt im Landkreis Kassel die Busverkehr Hessen GmbH (BVH), eine Tochter der Deutschen Bahn. „Das macht circa 15 Prozent der Buslinien im Landkreis aus“, sagt NVV-Sprecherin Sabine Herms.

Betroffene Buslinien

Unter anderem sind laut dem NVV folgende Bus-Linien vom Warnstreik betroffen:Linie 52, die die BVH als Subunternehmen für die HLB Hessenbus anbietet. Sie fährt zwischen Schauenburg und Sandershausen. Es kann auch auf den Linien 35, 36 und 37 sowie auf den Linien 30, 31, 32 und 34 zu Ausfällen kommen.

Landesstreikleiter Jochen Koppel (Verdi) ist mit dem bisherigen Streik zufrieden: „Rund 80 Prozent der Beschäftigten machen mit.“ Koppel setzt sich mit Verdi für eine Lohnerhöhung von zwölf auf 13,50 Euro, eine bessere Pausenregelung und die Einführung einer betrieblichen Altersversorgung.

Wie lange der Streik noch andauert, sei noch nicht absehbar, da von Tag zu Tag geplant werde. (mgo)

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