Polizeirevier Nordhessen legt Statistik für 2016 vor

Im nördlichen Landkreis Kassel wurden mehr Autos geknackt

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Immer mehr Autoeinbrüche: In Espenau, Ahnatal und Vellmar ist die Anzahl dieser Delikte im Vergleich zum Jahr 2015 angestiegen.

Kreis Kassel. In den vier nördlichen Kreiskommunen Ahnatal, Espenau, Fuldatal und Vellmar sind die angezeigten Straftaten im Jahr 2016 zwar insgesamt leicht gesunken, doch der Anteil der Autoeinbrüche hat sich in den meisten Kommunen erhöht.

Laut Karl-Ludwig Lamp, Leiter des Polizeireviers Nord, wurden im Jahr 2016 insgesamt 1299 Delikte gezählt, 41 weniger als noch im Jahr 2015.

„Zwischen Flüchtlingen und Strafdelikten besteht also kein zwingender Zusammenhang. Denn 2016 gab es keine signifikante Steigerung von Straftaten“, sagte Lamp.

Ahnatal

In Ahnatal ist die Anzahl der Straftaten annähernd konstant geblieben (2016: 150, 2015: 156). „Auffällig ist, dass es im vergangenen Jahr keinen einzigen Ladendiebstahl in Ahnatal gab“, sagt Lamp. Allerdings wurden 2015 auch nur zwei Ladendiebstähle erfasst. Leicht angestiegen ist dagegen die Anzahl der sogenannten Diebstähle unter erschwerten Umständen (2016: 35, 2015: 24) – dazu zählen unter anderem Wohnungseinbrüche und Einbrüche in Autos. Zudem gab es mehr Rauschgiftdelikte (2016: 10, 2015: 4).

Die Aufklärungsquote mit Blick auf alle Fälle liegt bei 51,3 Prozent – und ist damit um 13 Prozent gesunken.

Espenau

In Espenau haben die Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent zugenommen (2016: 146, 2015: 112). Besonders brisant: Die Anzahl der Autoeinbrüche ist von einem auf sieben gestiegen. Zudem gab es vermehrt Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit (2016: 22, 2015: 15).

Die Aufklärungsquote in Espenau liegt insgesamt bei 61 Prozent – das ist die höchste innerhalb der vier nördlichen Kreiskommunen.

Fuldatal

Fuldatal weist mit 19,8 Prozent den stärksten Rückgang von Straftaten im nördlichen Kreisteil aus (2016: 324, 2015: 404). „Besonders bei Ladendiebstählen können wir einen deutlichen Rückgang verzeichnen“, berichtet Lamp. Waren es 2015 noch 28, wurden im vergangenen Jahr nur noch 4 angezeigt. Wo hier die Gründe liegen, ist unklar. „Vielleicht sind die Langfinger einfach weggezogen“, so Lamp. Zudem beschäftigen immer mehr Geschäfte Sicherheitspersonal – das schrecke manchen mutmaßlichen Täter ab. Die Anzahl der Wohnungseinbrüche hat sich dagegen verdoppelt.

In Fuldatal liegt die Aufklärungsquote mit 58,6 Prozent knapp hinter der von Espenau.

Vellmar

In Vellmar ist die Anzahl der Straftaten annähernd konstant geblieben (2016: 679, 2015: 668). Auffällig ist, dass die Sachbeschädigung an Autos von 18 auf 46 Fälle gestiegen ist. Zudem gab es vermehrt Missbrauchsfälle bei Kindern (2016: 14, 2015: 8). Dagegen ist bei Wohnungseinbrüchen ein Rückgang zu verzeichnen (2016: 65, 2015: 85).

Die Aufklärungsquote liegt in Vellmar bei 54,5 Prozent.

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