Kasseler Willy-Brand-Schule wird für 21 Millionen Euro saniert

+
Blick in die Zukunft: So soll die Willy-Brandt-Schule (rechts) Ende 2019 aussehen. Links ist die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule zu sehen.

Kreis Kassel/Kassel. Jetzt wird die Willy-Brandt-Schule (WBS) endlich saniert. „Die berufliche Schule WBS des Landkreises Kassel hat sich immer etwas stiefmütterlich behandelt gefühlt“, sagte Landrat Uwe Schmidt beim Besichtigungstermin am Montag.

Damit soll jetzt allerdings Schluss sein: „Wir werden rund 21 Millionen Euro in die Sanierung und Erweiterung der Schule investieren“, sagt Schmidt. Seit Oktober und bis Ende 2019 wird das 1972 erbaute Schulgebäude an der Oberzwehrener Brückenhofstraße zur Großbaustelle.

Wie Tobias Eisenbarth vom zuständigen Architekturbüro RSE aus Kassel erklärte, soll in vier Bauabschnitten der Innenraum vollständig entkernt und neu aufbereitet werden. Und: „Ein großer Teil der Sanierungsarbeiten bezieht sich auf die Verbesserung der Energieeffizienz“, sagt Schmidt. Hinzu kommen Brandschutz, Rettungswege und behindertengerechte Zugänge. 

Insgesamt könnten durch den Umbau rund 475 Quadratmeter Fläche im Hauptgebäude dazugewonnen werden. Außerdem wird die Fassade neu gestaltet, sodass sich die WBS optisch stärker von der benachbarten Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule (Kreisgymnasium) abhebt.

Unterricht in Containern ist in der zweiten Sanierungshälfte unumgänglich

Die Bauabschnitte umfassen die Bereiche Verwaltung, EDV, Medizin-, Biologie, und Chemiefachräume – die Kunst- und Teile der naturwissenschaftlichen Fachräume entstehen für die Lichtenberg-Schule in einem Trakt, der die beiden Schulen miteinander verbindet.

Hier wird gebaut: Rainer Büchter (WBS-Schulleiter, von links), Tobias Eisenbarth (Architekturbüro RSE), Stephan Grunewald (Immobilienmanagement), Matthias Wyss (Fachdienstleiter Bauen), Uwe Schmidt (Landrat) und Stefan Hermes (Schulleiter der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule) vor der WBS.

Unter anderem sollen die jeweiligen Räume offener gestaltet sein, sodass das Tageslicht besser genutzt werden kann. Es entstünden neue Lernlandschaften, die mit Zubehör- und Gruppenräumen für ein besseres Lernklima sorgen. Außen vor bleiben die Aula und der Werkstattbereich – dafür habe schlichtweg das Geld gefehlt.

Der Unterricht für die 75 Klassen der WBS soll während der ersten Hälfte des Umbaus noch auf andere Räume verlagert werden können – in der zweiten Hälfte seien Container eine unausweichliche Lösung.

WBS-Schulleiter Rainer Büchter zeigte sich zufrieden mit den Sanierungsplänen. Allerdings mahnte er die steigenden Schülerzahlen an: Es würde trotz des Umbaus eng werden. Deswegen betonte er: „Ich möchte den Blick auf die Zukunft lenken und hoffe, dass das, was von Berlin bezüglich Bildungsinvestitionen versprochen wurde, auch hier ankommt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.