Söhrewald von Regionalversorger beliefert

Kommunen setzen auf EAM-Strom

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Strom von der EAM: Eine von zehn beteiligten Kommunen im Landkreis Kassel bezieht bereits Strom von dem Energieversorger, an dem sie beteiligt ist. Bei den anderen stehen die Ausschreibungen noch an. Auf unserem Bild ist ein Umspannwerk der EAM zu sehen.

Kreis Kassel. Eine der zehn Kommunen des Landkreises Kassel mit EAM-Beteiligung bezieht bereits Strom des Energieversorgers. Das ergab eine Umfrage unserer Zeitung.

Wir befragten dazu Städte und Gemeinden.

Gut fünf Monate, nachdem Ahnatal, Baunatal, Fuldabrück, Fuldatal, Helsa, Lohfelden, Nieste, Schauenburg, Söhrewald und Vellmar ihre Beteiligung an der EAM perfekt gemacht haben, erhält Söhrewald - zumindest teilweise - als erste Gemeinde Strom des Unternehmens.

„Wir haben verschiedene Bündel an Stromleistungen“, erklärte Bürgermeister Michael Steisel (SPD). Bei der Ausschreibung zur Versorgung der gemeindeeigenen Gebäude habe die EAM das günstigste Angebot abgegeben. Derzeit laufe die Abstimmung, ob für den Pumpenstrom, der für die Wassergewinnung benötigt wird, Ökostrom genommen werden soll. Anschließend werde die Vergabe neu ausgeschrieben.

„Dass die EAM bereits eine Ausschreibung für sich entscheiden konnte, freut uns und zeigt, dass das Unternehmen gut aufgestellt ist“, sagte Steisel. An die deutschlandweite Ausschreibung sei man jedoch aus rechtlichen und wirtschaftlichen Gründen gebunden: „Die Gemeinde ist nicht auf Rosen gebettet, hat nichts zu verschenken.“ Zudem hätten sie im Interesse der Bürger den günstigsten Strom einzukaufen.

Rechtlich gesehen habe Söhrewald mit einer Minderheitenbeteiligung von unter einem Prozent keinen Anspruch darauf, die Ausschreibung zu umgehen. „Natürlich haben wir aber ein Interesse daran, das Unternehmen, an dem wir beteiligt sind, zu unterstützen.“

Ähnlich sieht es Helsas Bürgermeister Tilo Küthe (SPD): Dort wurden bereits die Verträge mit Eon gekündigt, die Ausschreibung wurde vorbereitet. „Die Gemeinde ist an die Ausschreibung gebunden, doch ist es uns nicht einerlei, wer sie gewinnt. Wir würden uns freuen, wenn die EAM sich beteiligt“, sagte Küthe.

Auch in Nieste, wo im Laufe des Jahres ein Wechsel vollzogen werden soll, hofft man darauf, dass die EAM die Ausschreibung für sich entscheidet, teilte Jürgen Noll von der Verwaltung mit.

In Ahnatal plant man einen Wechsel zum Jahresende, weitere Ausschreibungen sind in Schauenburg und Lohfelden geplant. In Lohfelden stellt man aufgrund der verschiedenen Verträge sukzessive um.

Auch in Baunatal steht zum 1. Januar 2016 ein Wechsel bevor. „Wir haben zuletzt vor zwei Jahren ausgeschrieben, da gab es die EAM noch nicht“, erklärte die Erste Stadträtin Silke Engler.

Aufgrund des organisatorischen Aufwands schreibt Fuldatal im Drei-Jahres-Rhythmus aus, 2017 steht die nächste Ausschreibung an, wie Gerhard Preßler von der Gemeinde mitteilte. In Fuldabrück war die Ausschreibung im vergangenen Jahr. „So früh, dass die EAM uns noch keine Preise nennen konnte“, erklärte Kämmerer Frank Beisheim. Die ersten Verträge seien zum 31. Mai kündbar. „Wir sind nicht abgeneigt, mit der EAM Verträge abzuschließen.“

Die Stadt Vellmar bezieht derzeit keinen Strom von der EAM. Die bestehenden Verträge laufen dort seit 2005, teilte Karsten Milzarek-Staub, Leiter des Fachbereichs Zentrale Dienste und Finanzen, auf Anfrage mit.

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