Unterstützer gehen auch

Kreis Kassel: Proteste gegen Entlassung von Regionalmanagerin Ute Raband

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Profitierte vom Leader-Programm: Die Weidelsburg. Die Sanierung der Ruine wurde unter anderem mit Geld des Landes und der EU unterstützt. Das Regionalforum Kulturlandschaft Hessenspitze bewertet Bewerbungen für diese Förderprogramme. 

Kreis Kassel. Mehrere Mitglieder des Regionalforums Kulturlandschaft Hessenspitze sind in der vergangenen Woche zurückgetreten. 

Sie reagierten damit auf die Entscheidung des Vorstandes des Vereins Region Kassel Land, der Regionalmanagerin Ute Raband zu kündigen.

Das teilt der Sprecher des Forums, der Wolfhager Dekan Gernot Gerlach, gemeinsam mit seinem Stellvertreter Klaus-Dieter Henkelmann, Bürgermeister von Breuna, mit.

Regionalmanagerin: Ute Raband

Beide gehören zu den Mitgliedern, die mit dem Rückzug gegen die Entscheidung des Vorstandes vom 7. August protestieren. Laut Vereinsvorstand Reinhard Schaake sind bislang vier Forumsmitglieder zurückgetreten. Gerlach sagt, „mindestens 90 Prozent der 16 Teilnehmer“ würde diese Konsequenz noch ziehen.

Die genauen Gründe für die Kündigung wurden auch auf Nachfrage beim Vorstand mit Verweis auf die persönliche Situation der Betroffenen nicht genannt. „Die intensiven Bemühungen zur Lösung der bestehenden Probleme haben zu unserem großen Bedauern leider nicht zum Erfolg geführt“, sagt Schaake. Um welche Probleme es dabei geht, sagte keiner der Beteiligten.

Raband sei „als kompetente, anerkannte und erfolgreiche Regionalmanagerin für die Region tätig“, heißt es in der Mitteilung. Die 56-Jährige wollte sich auf HNA-Anfrage nicht zur Situation äußern. Die fristgerechte Kündigung gilt zum 31. März 2019.

Das Regionalforum sehe in der Entscheidung eine Missachtung seiner seit 2015 geleisteten Arbeit, schreibt Gerlach. Diese sei sehr gut gewesen, sagt Schaake. Um sich weiterzuentwickeln, habe man sich nun aber für den Neustart entschieden. 

Das ist das Regionalforum

Das Regionalforum Kulturlandschaft Hessenspitze umfasst die Altkreise Hofgeismar und Wolfhagen, mit Ausnahme von Bad Emstal sowie Espenau, Vellmar, Fuldatal und Ahnatal. Die Teilnehmer bewerten die beim Regionalmanagement eingegangenen Bewerbungen auf Förderprojekte. Nur bei positivem Votum des Regionalforums können Fördermittel aus dem Leader-Programm der Europäischen Union beantragt und bewilligt werden. 

Im Forum sitzen Bürgermeister, Unternehmer und Vertreter öffentlicher Verbände quer durch die beteiligten Gemeinden und Städte. Im vergangenen Jahr erhielten Projekte wie das Liebenauer Kulturkino, das Christophorushaus in Zierenberg und der Bewegungsparcours in Habichtswald wichtige Förderungen. Auch Kleinstunternehmen erhielten Hilfen aus dem Leader-Topf.

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