Surfen auf dem Weg zur Arbeit

Kreis-SPD will kostenfreies W-LAN in Regiotrams und an Haltestellen

Kreis Kassel. Die Kreistagsfraktion der SPD will einen öffentlichen Internetzugang in Fahrzeugen und an Haltestellen der Regiotram im Landkreis einrichten.

Darüber soll in der nächsten Kreistagssitzung am Montag, 7. November, abgestimmt werden. In den letzten Jahren sei in Nordhessen viel in ein attraktives und innovatives ÖPNV-Netz sowie moderne Fahrzeuge investiert worden, heißt es im Antrag der SPD für die nächste Kreistagssitzung. Um das Angebot noch attraktiver zu gestalten, sei ein kostenfreier W-LAN-Zugang für die Fahrgäste deshalb eine Notwendigkeit.

Mit dem Ausbau des öffentlichen W-LAN-Zugangs sollen der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) sowie die Regiotram-Gesellschaft (RTG) beauftragt werden. Zunächst jedoch müssten NVV und RTG Voraussetzungen für einen Testlauf auf einer geeigneten Strecke schaffen. In Frage kommen die Strecken der Regiotram-Linie 1 zwischen Hofgeismar und der Holländischen Straße, der Linie 4 zwischen Wolfhagen und der Holländischen Straße sowie der Linie 5, die zwischen Melsungen und dem Auestadion fährt.

Der Verbund will im Laufe des kommenden Jahres ausloten, ob die Schienenfahrzeuge und und entsprechenden Haltestellen nur nachgerüstet oder sogar neue Fahrzeuge für den kostenfreien W-LAN-Zugang angeschafft werden müssen.

"Der freie W-LAN-Zugriff ist zunächst nur als Pilotprojekt gedacht", sagt Frank Nikutta, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion. Sonderzahlungen solle der Kreis nicht tätigen, sondern die laufenden Kosten mit dem Ausbau tilgen, sollte das Projekt gelingen. "Der nächste Schritt ist dann die flächendeckende Einrichtung der öffentlichen W-LAN-Zugänge", sagt Nikutta.

Einen kostenfreien Internetzugang gibt es bereits auf der Buslinie 100 zwischen Kassel und Calden sowie auf der Linie 500, die zwischen Kassel, Fritzlar und Bad Wildungen fährt.

Ob der Internetzugang auch funktionsfähig ist, wird hier seit einem Jahr getestet. Ein stabile Verbindung sei dabei das wichtigste, sagt auch Geschäftsführer der NVV, Wolfgang Rausch. Darauf habe der NVV jedoch keinen Einfluss, sondern sei angewiesen auf einen flächendeckenden Netzausbau der Mobilfunkanbieter.

Sobald der Testbetrieb in den Regiotrams aufgenommen wurde, sollen NVV und RTG dem Kreisausschuss über ihre Erkenntnisse berichten.

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