Neues System

Landkreis Kassel verdient jetzt mehr am Altpapier

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Startbereit: Müllwerker Sven Schauer (links), Leiter des Eigenbetriebs Abfallentsorgung Kreis Kassel Uwe Pietsch, Fahrer Thorsten Scholl, Müllwerker Jens Wolff und Vizelandrätin Susanne Selbert sorgen dafür, dass der Landkreis Altpapier abholen und entsorgen kann. 

Kreis Kassel. Altpapier, dass die Bürger in den Landkreiskommunen wegwerfen, wird jetzt vom Eigenbetrieb Abfallentsorgung des Landkreises abgeholt. 

Bislang sammelte der Eigenbetrieb nur im Altkreis Hofgeismar, jetzt kommen auch die 17 Städte und Gemeinde in den Altkreisen Kassel und Wolfhagen dazu. „Ab sofort gilt für Papierabfälle der Grundsatz ,Papierabfuhr aus einer Hand‘“, berichtet Vizelandrätin Susanne Selbert, zu deren Dezernat der Eigenbetrieb gehört.

Zur Begründung: „Wir führen diese Aufgabe wirtschaftlicher durch als private Unternehmen“, sagt Selbert. Bislang hatte sich die Firma Fehr darum gekümmert. Jetzt könne der Landkreis trotz der steigenden Kosten zum Beispiel bei Personalausgaben die Abfallgebühren stabil halten – also bei 14,80 Euro pro Haushalt. Auf die Frage hin, ob sich noch etwas für die Bürger ändert, sagt Landkreissprecher Kühlborn: „Unsere Abfallentsorgung ist zuverlässig. Das wird jetzt auch beim Papier so sein.“ Heißt: Der Abfall wird am angemeldeten Tag abgeholt.

Seit Januar arbeiten für die Abfallentsorgung Kreis Kassel vier neue Abholteams zusätzlich – mit je einem Fahrer und zwei Ladern. Sie starten von der Biokompostierungsanlage Lohfelden. Von Lohfelden fährt das Personal in die Altkreise Kassel und Wolfhagen, sammeln dort den Müll ein und fahren ihn zu privaten Abladestellen in Stadt und Landkreis. Das Altpapier werde zu Recyclingstellen gebracht, größtenteils zur Firma SCA nach Witzenhausen.

Das im Landkreis gesammelte Papier soll zu 100 Prozent recycelt werden: Auch Zeitungspapier landet wieder im Papierkreislauf.

Der Papiermüll im Altkreis Hofgeismar wird weiterhin vom Standort Kirschenplantage aus gesammelt. „Damit reduzieren wir die Fahrzeiten und damit auch die Kosten“, sagt Uwe Pietsch, Leiter des Eigenbetriebs Abfallentsorgung Kreis Kassel. „Insgesamt sparen wir einen sechsstelligen Betrag ein“, sagt Selbert. Eine genaue Summe möchte sie nicht nennen. Aber: „Wir bekommen durch erfolgreiche Ausschreibungen einen guten Preis pro Tonne Papier von den Firmen“, betont Pietsch: Aktuell seien es rund 140 Euro.

In Lohfelden wird zurzeit die bestehende Vergärungs- und Biokompostierungsanlage um einen großen Recyclinghof erweitert. Wenn die Anlage voraussichtlich im April in Betrieb geht, sollen Bürger hier dieselben Mülltypen abgeben können, wie an der Anlage Kirschenplantage in Hofgeismar. 

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