Zum Sieg verhelfen sollen möglichst viele Menschen bei einer Internet-Kampagne

Landkreis Kassel will Integrationspreis für Flüchtlingshilfe gewinnen

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Hoffen auf viele Unterstützer: die Integrationsmanager vom Landkreis Kathrin Schacht (zweite von links) und Bijan Otmischi. Birgit Mietzner (links) hat die Kampagne grafisch gestaltet.

Kreis Kassel. Am Montag um Punkt 12 Uhr fällt der Startschuss: Dann geht der Landkreis Kassel mit seinem Refugees’ Day ins Rennen um den Deutschen Integrationspreis der Hertie-Stiftung. Zum Sieg verhelfen sollen ihm möglichst viele Menschen bei einer Internet-Kampagne.

Den Refugees’ Day gibt es nur im Landkreis Kassel. „Wir haben ihn vor drei Jahren als Analogie zum Girls’ Day erfunden“, sagt Bijan Otmischi, Integrationsmanager beim Landkreis. Dabei macht ein Flüchtling einen Tag lang ein Praktikum bei einem Betrieb. So haben beide Seiten Gelegenheit, einander kennenzulernen. Schon mehrfach sind daraus Praktika und feste Arbeitsverhältnisse entstanden.

Um den Flüchtlingen weitere Starthilfe ins Arbeitsleben geben zu können, hat sich der Landkreis nun mit seinem Refugees’ Day bei der Hertie-Stiftung um den Deutschen Integrationspreis beworben. Mit Erfolg: Das Konzept ist eines der 30 Nominierten, die unter insgesamt 150 Bewerbungen für den bundesweiten Wettbewerb ausgewählt wurden.

Jeder Teilnehmer muss bei einer Crowdfunding-Kampagne um Unterstützer werben. Um sein Projekt vorzustellen, hat der Landkreis mit Studenten der Kunsthochschule Kassel ein Video gedreht. Darin zu sehen ist auch die Wolfhager Firma Energy Glas, die regelmäßig am Refugees’ Day teilnimmt. Derzeit sind dort acht Asylbewerber beschäftigt.

Bis zum 9. Mai um 23.59 Uhr haben alle Teilnehmer nun Zeit, mindestens 10 000 Euro zu sammeln. Ist diese Summe erreicht, kommt es auf die Anzahl der Spender an. Wer am Ende die meisten hat, bekommt zusätzlich 15 000 Euro von der Hertie-Stiftung. Außerdem wählt eine Jury unter den erfolgreichen Projekten drei Preisträger aus. Für den ersten Platz gibt es 50 000 Euro.

Bei Erfolg fließt das Spendengeld zusammen mit dem Preisgeld in die Flüchtlingshilfe des Landkreises und soll für Arbeitsbekleidung, Monatsfahrkarten und weitere Qualifizierungsmöglichkeiten ausgegeben werden. Denn: „Ein Arbeitsverhältnis scheitert manchmal schon daran, dass ein Geflüchteter sich keine Arbeitsschuhe leisten kann“, sagt Otmischi. Schon mit 10 000 Euro könnte 60 Flüchtlingen geholfen werden.

Wer den Landkreis Kassel auf dem Weg zum Deutschen Integrationspreis unterstützen will, geht auf: www.startnext.com/refugees-day

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