400.000 Euro sollen investiert werden

Mobilitätsprojekt im Landkreis Kassel: Fahrzeugflotten von Firmen sollen elektrisch fahren

+
Zukunft für Fuhrparks ist elektrisch: Die Partner des Projekts E-Momo präsentierten ihr Vorhaben in der SMA-Solarakademie vor zahlreichen Firmenvertretern und schauten sich auf dem Parkplatz von SMA um. 

Kreis Kassel. Das Regionalmanagement Nordhessen startet mit Partnern ein Mobilitätsprojekt in Unternehmen. Insgesamt sollen 400.000 Euro investiert werden.

Bis 2050 soll der Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid im Vergleich zu den Werten von 1990 um bis zu 95 Prozent reduziert werden. Wer dieses Ziel erreichen will, muss deutlich mehr Elektroautos auf die Straße bringen und noch viel mehr Menschen überzeugen, auf Bus, Bahn oder das Fahrrad umzusteigen. Dabei sollen auch die Unternehmen und ihre Mitarbeiter mitziehen.

Matthias Schäpers

Das Regionalmanagement Nordhessen hat deshalb mit der Verkehrsgesellschaft KVG und der auf Mobilität spezialisierten Kemptener Firma Monalysis das Mobilitätsprojekt „E-Momo“ gestartet. Dieses soll Firmen schmackhaft machen, ihre Fahrzeugflotten effizienter einzusetzen und zumindest teilweise auf Elektromobile umzurüsten und Ladestationen zu errichten. Die Partner investieren gut 400.000 Euro in das bis Ende September nächsten Jahres laufende Projekt, das vom Land Hessen mit 50 Prozent finanziell gefördert wird.

Unter anderem hat sich bereits der Niestetaler Solar-Spezialist SMA dem Projekt angeschlossen. In der Solarakademie von SMA warben jetzt die Projektteilnehmer, die unter anderem von den Netzwerken Mowinet und deENet unterstützt werden, vor zahlreichen Unternehmensvertretern aus der Region für das Vorhaben. „Wir wollen keine Fahrverbote“, sagte Dr. Peter Doepgen vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie und Verkehr. 65 Prozent der zugelassenen Fahrzeuge gehörten zu gewerblichen Fuhrparks, ergänzte Manuel Krieg vom Regionalmanagement.

Firma ins Boot geholt

Der Plan ist, Unternehmen aufzuzeigen, dass sie ihre Fahrzeugflotten elektrifizieren und dabei noch Geld sparen können. Dafür hat das Regionalmanagement die Firma Monalysis ins Boot geholt, die mit Hilfe eines Simulationswerkzeugs die Umstrukturierung und Optimierung des Fuhrparks durchrechnet.

Dabei geht es beispielsweise darum, Standzeiten von Firmenfahrzeugen zu minimieren und Wege auch mal mit dem öffentlichen Personennahverkehr zurückzulegen. Die KVG erhofft sich durch das Projekt ein neues Geschäftsfeld als Mobilitätsdienstleister.

Peter Doepgen

SMA mache bereits seit rund zehn Jahren gute Erfahrungen mit seinem eigenen Mobilitätsmanagement, berichtete Matthias Schäpers, Nachhaltgkeitsbeauftragter des Unternehmens. Der SMA-Parkplatz verfüge über rund 50 Ladestationen für E-Mobile und E-Bikes, man biete ein Leasing von E-Bikes an und fördere das Leasing von Elektroautos. 40 Mitarbeiter seien bereits mit E-Mobilen unterwegs. Schon nächstes Jahr könnten elektrisch betriebene Lastwagen hinzu kommen.

Auch die Baunataler Diakonie mit ihren 155 Firmenfahrzeugen erhoffe sich von dem Projekt einen nachhaltigen Umstieg auf die Elektromobilität, sagte der BDKS-Vorsitzende Pfarrer Joachim Bertelmann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.