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Der Naturpark Meißner-Kaufunger Wald hat neuen Namen: Geonaturpark Frau Holle Land

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Neuer Name, neue Schilder: Im vergangenen Jahr war bereits die Zusammenlegung der Naturpark-Geschäftsstellen in Eschwege sowie die Ausweitung der Fläche von 93.000 auf 113.000 Hektar beschlossen worden. Unser Bild entstand auf dem Kalbepfad.

Kreis Kassel. Für die Umgangssprache werde sich der neue, sperrige Name wohl auf ein Wortpaar verkürzen – etwa Naturpark Holleland, sagte Landrat Uwe Schmidt.

Naturpark Meißner-Kaufunger Wald adé – jetzt gibt es einen neuen Namen: „Geonaturpark Frau Holle Land“. Diese Bezeichnung wurde mit dem Zusatz der Teillandschaften „Werratal.Meißner.Kaufunger Wald“ auf der Versammlung des Zweckverbands am Mittwoch einstimmig beschlossen. Niestes Bürgermeister Edgar Paul (SPD) teilt in seiner Funktion als Vorsitzender der Verbandsversammlung auf Anfrage mit, man habe eine „sehr gute Diskussion“ geführt, an der sich auch die Bürgermeister der Kommunen beratend beteiligt hatten.

Den Prozess der Namensfindung hatte eine Tourismusagentur aus Hannover begleitet. In einem Workshop hatten Vertreter der Grimmheimat, des Werratal-Tourismus, Mitarbeiter des Naturparks, der Wirtschaftsförderung, der Landkreise sowie der Wandervereine Stärken und Schwächen der Region herausgearbeitet, berichtet Naturpark-Geschäftsführer Marco Lenarduzzi auf HNA-Anfrage. Die Ergebnisse daraus wurden am Mittwoch Nachmittag von der Agentur vorgestellt; und Namensvorschläge gemacht.

Laut Paul standen unter anderem zur Auswahl: „Geopark Werratal Meißner Fulda“ mit der Unterzeile „Land der Frau Holle“, „Geo Naturpark Frau Holleland“ und „Frau Holleland Geo Naturpark“ mit dem Zusatz „Werratal.Meißner.Fulda“. Der Zusatz „Fulda“ hätte zu sehr an die Stadt Fulda denken lassen, die Berücksichtigung der Teillandschaften sei für die Bürgermeister nun sehr erfreulich, so Edgar Paul.

Neben der Geografie verweise der neue Name auch auf die Märchen-Region. „Frau Holle ist eine Figur, mit der bereits viel erreicht wurde.“ Wie berichtet, hatte die Grimmsteig-Touristik sie jüngst zur Leitfigur ihres Konzepts bestimmt und auch die Touristische Arbeitsgemeinschaft (TAG) „Märchenland Brüder Grimm“ nutzte sie als Werbefigur und wird es auch künftig tun, wie dessen Vorsitzender Michael Steisel auf HNA-Anfrage mitteilt. „Sie ist ein Identifikationsmerkmal für die Region.“

Landrat Uwe Schmidt (SPD) kann mit dem neuen Namen des Naturparks „gut leben“, sagt dessen Sprecher Harald Kühlborn. Für die Umgangssprache werde sich der sperrige Name wohl auf ein Wortpaar verkürzen – etwa Naturpark Holleland. Für die Werbung verzichte man auf die Nennung der Teillandschaften, so Lenarduzzi. Es komme auf die bundesweit bekannte Holle-Figur an: Die Brüder Grimm hätten das Märchen um Frau Holle in der Region geschrieben. „Bei Frau Holle geht ein Bild im Kopf auf“, sagt der Geschäftsführer. Anders als bei „Meißner“, denn dieses Wort würden viele Menschen mit Porzellan assoziieren. 

Hintergrund

2016 hatte der Zweckverband beschlossen, dass der Naturpark künftig als Geopark bezeichnet wird. So werden Gebiete bezeichnet, die Erdgeschichte erlebbar machen sollen. Der Geopark (113.000 Hektar), der bislang aus dem Meißner, dem Kaufunger Wald, aus der Söhre, Teilen des Werratals, der Hessischen Schweiz sowie Ringgau bestand, wurde 2016 erweitert um Sontra, Herleshausen und um Teile von Nentershausen (Kreis Hersfeld-Rotenburg). Er grenzt an die Flächen der Naturparke Eichsfeld-Hainich-Werratal und Münden an. 

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