Erholungsgebiet

Der "Naturpark" Meißner-Kaufunger Wald ist bald Geschichte

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Winterliche Landschaft: Schnee auf dem Hohen Meißner.

Kreis Kassel/ Werra-Meißner-Kreis. Für den Naturpark Meißner-Kaufunger Wald und die Werratal-Tourismus GmbH stehen im neuen Jahr zahlreiche Veränderungen an. Ein Überblick.

Neues Konzept 

Der Naturpark und die Werratal-Touristik GmbH arbeiten seit Dezember 2016 eng zusammen: Die Geschäftsstellen sind in Eschwege in einem Büro untergebracht. „Wir wollen Synergien schaffen, um die Region touristisch besser vermarkten zu können“, erklärt Anja Laun, Mitarbeiterin des Zweckverbands. 

Das heißt, dass die Mitarbeiter sich per Zuruf „über den Tisch verständigen können“. Das erleichtere die Vermarktung, denn man könne sich nach außen besser als Region darstellen.

Neue Gebiete 

Der Naturpark umfasst bisher 92 500 Hektar. Künftig sollen es 113 000 Hektar sein, sobald das Umweltministerium den Antrag des Naturparks angenommen hat. Im Süden kommen Sontra und Herleshausen und Teile von Nentershausen (Kreis Hersfeld-Rotenburg) hinzu. Im Zentrum kommen Flächen von Großalmerode und im Westen Teile von Hessisch Lichtenau hinzu. So liegt der gesamte Werra-Meißner Kreis im Gebiet des Zweckverbands. 

„Damit verfügt der Naturpark über ein Gebiet von den Toren vor Kassel bis an Thüringens Grenzen“, sagt der Landrat des Werra-Meißner-Kreis, Stefan Reuß. Dieses große Gebiet ließe sich touristisch bestens vermarkten.

Neuer Name 

Der bisherige Name „Naturpark Meißner-Kaufunger Wald“ wird am Mittwoch, 18. Januar, durch einen neuen ersetzt. Im Gespräch ist die Bezeichnung „Geo-Naturpark“, näheres ist aber bislang noch nicht bekannt. Entschieden wird darüber von Vertretern des Zweckverbands Naturpark Meißner-Kaufunger Wald. 

Ist dieser Name nicht irreführend? „Es ist wichtig, dass der neue Naturpark Meißner-Kaufunger Wald unter dem Namen Geo-Naturpark richtig vermarktet wird.“ sagt Harald Kühlborn, Pressesprecher des Landkreises Kassel. Dann sei der neue Name auch passend, selbst wenn keine regionalen Bezeichnungen vorkommen.

Neue Ziele 

„Die Besucher des Naturparks sollen es so einfach wie möglich haben“, erläutert Reuß. Auf einer Internet-Seite werde man alle Angebote, von Sport bis Übernachtungen, leicht buchen können. Durch viele Premium-Wanderwege ließe sich das neue Naturpark-Gebiet als Wanderregion vermarkten, sagt Reuß weiter. 

In den kommenden Jahren solle es noch weitere Premium-Wanderwege und auch Radwege geben. Außerdem sei geplant, ein Angebot für Kanu-Fahrer auf der Werra zu etablieren. „Damit hat der Naturpark hessenweit eine Vorreiter-Rolle“, da sanfter Tourismus und Naturschutz unter einen Hut gebracht würden, so Reuß.

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