Nach Versteigerung

Vom Landkreis gerettet: Ponys aus schlechter Haltung ziehen wohl Montag um

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Vier bekommen ein neues Zuhause: Cindy, Benny, Cleo und Lilly Fee (von links) wurden vom Veterinäramt Wolfhagen in Obhut genommen. Die Pferde sind zwischen 13 und 20 Jahre alt. 15 Bieter hatten sich an einer stillen Versteigerungbeteiligt, um ihnen eineUnterkunft zu geben. 

Kreis Kassel. Die vier Ponys, die der Landkreis Kassel aus schlechter Haltung gerettet hat, werden am Montag in neue Ställe umziehen.

Cindy, Cleo, Lilly Fee und Benny werden wohl am kommenden Montag in neue Ställe umziehen. Das teilte Kreissprecher Harald Kühlborn auf HNA-Anfrage mit.

Die vier Ponys wurden am Dienstag versteigert. Doch bevor die Tiere ihre neuen Ställe beziehen können, werden die neuen Unterbringungsmöglichkeiten kontrolliert.

„Das Veterinäramt ist beauftragt worden, die neuen Haltungen zu überprüfen“, erklärt Kühlborn. Da sich unter den 15 Bietern auch Pferdefreunde aus anderen Landkreisen befinden, seien die dort zuständigen Veterinäre ebenfalls beauftragt worden, zunächst nach dem Rechten zu sehen. Erst dann werden die Ponys in ihr neues Zuhause umziehen.

Im Zuge unserer Berichterstattung über die Ponys, die der Landkreis vor einigen Wochen aus schlechter Haltung rettete, meldete sich eine Leserin, die das Vorgehen der Behörde kritisierte. Petra Broszat gab an, die Ponys zu kennen: „Ich frage mich, welche Offenstall unkundigen Leute die Besitzerin angezeigt haben und wer eine solche Entscheidung treffen kann?“

Demnach sei es üblich, dass Ponys in Offenstallhaltung ein dickes Winterfell tragen. „Mir ist unverständlich, warum bereits nach zwei Wochen versteigert werden soll, das ist unüblich. Man hätte besser dran getan, der Besitzerin Hilfestellung zu geben, falls wirklich etwas gemacht werden muss.“

Laut Kühlborn gehe einer Wegnahme von Tieren immer eine längere Phase von Anordnungen und Vorgaben voraus, die der Halter dauerhaft nicht umsetzt: „Die hier betroffene Ponyhaltung ist seit 2012 unter intensiver Beobachtung durch den Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz.“ Weitere Informationen zur Haltung könne Kühlborn nicht geben, da ein Rechtsstreit mit dem Halter anhängig sei. „Auf jeden Fall müssen die Verfehlungen erheblich sein.“

Bei Wegnahmen von Tieren gebe es immer Kritik, dass entweder zu spät oder vollkommen überzogen gehandelt werde. „Wir halten uns in allen Fällen streng an die gesetzlichen Vorschriften“, sagt Kühlborn. (alh)

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