Kontrollen im Raum Kassel, dann bundesweite Untersuchungen

Mitarbeiter in Asylheimen schwarz beschäftigt? Razzien im Sicherheitsgewerbe

Kreis Kassel/Zwickau. Bei Razzien in sieben Bundesländern wegen des Verdachts der organisierten Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung sind am Mittwoch 48 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht worden. 

Die Ermittler schlugen in Sachsen, Thüringen, Berlin, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Baden-Württemberg und Hessen zu. Ausgangspunkt sollen Ermittlungen im Raum Kassel gewesen sein. Das bestätigte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden auf HNA-Anfrage.

Bei Kontrollen in Asylbewerberunterkünften im September 2015 und Januar 2016 im Landkreis Kassel waren den Behörden Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Ins Visier der Fahnder waren daraufhin nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Dresden insgesamt 20 Beschuldigte geraten. Ihnen wird vorgeworfen, Sicherheitsmitarbeiter in Asylbewerberheimen schwarz beschäftigt und rund zwei Millionen Euro Steuern und Sozialversicherungsbeiträge hinterzogen zu haben. Der Schwerpunkt der Ermittlungen soll in Zwickau (Sachsen) liegen. Dort wurden zwei 39 Jahre alte Männer festgenommen.

Bei den bundesweiten Durchsuchungen wurden unter anderem Computer und Mobiltelefone beschlagnahmt. Zudem wurden drei Schusswaffen, Munition, ein Bolzenschussgerät, zwei Schreckschusswaffen, zwei Schlagringe, rund 835.000 Euro Bargeld und zwei hochwertige Autos sichergestellt. Insgesamt sollen mehr als 450 Ermittler des Zolls und der Steuerfahndung im Einsatz gewesen sein. (alh/dpa)

Rubriklistenbild: © dpa

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