230 Kilometer lange Stromleitung

Energieversorger Tennet erhält Zuschlag für Hochspannungstrasse durch die Region

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380 kV Hochspannung: Die 230 Kilometer lange Nord-Süd-Trasse Wahle-Mecklar rückt ihrer Realisierung immer näher. Niedersachsen hat jetzt den ersten Bauabschnitt genehmigt. Weiter südlich führt die Trasse auch durch den Altkreis Kassel.

Kreis Kassel. Der Energieversorger Tennet hat den Planfeststellungsbeschluss für den ersten Teilabschnitt der insgesamt 230 Kilometer langen Nord-Süd-Hochspannungstrasse Wahle–Mecklar erhalten.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erteilte den Beschluss für den rund 50 Kilometer langen Abschnitt B zwischen den Umspannwerken Lamspringe (Kreis Hildesheim) und Hardegsen (Kreis Northeim).

Die Trasse wird im Bauabschnitt D auch durch Niestetal, Kaufungen, Lohfelden und Söhrewald führen. Dieser Abschnitt ist noch im Planfeststellungsverfahren. Insgesamt gibt es von Nord nach Süd vier Bauabschnitte.

„Mit dem jetzigen Planfeststellungsbeschluss hat Tennet als verantwortlicher Netzbetreiber und Bauträger die offizielle Baugenehmigung für den Leitungsabschnitt B erhalten“, teilt Tennet-Sprecher Markus Lieberknecht mit. Damit sei ein wichtiger Meilenstein für die Energiewende und eine auch zukünftig stabile Stromversorgung gelegt.

Seit Freitag liegen die Pläne zur öffentlichen Einsichtnahme in den Rathäusern entlang des Trassenabschnitts B aus. Innerhalb einer vierwöchigen Frist kann noch gegen das Bauvorhaben geklagt werden. Kommt es zu keiner Klage, kann Tennet unverzüglich mit dem Bau beginnen. Werden Klagen eingereicht, müssen diese zunächst von den Verwaltungsgerichten bearbeitet und gegebenenfalls verhandelt werden. Vorher darf Tennet nicht mit dem Bau beginnen – erst, wenn alle Klageverfahren abgeschlossen sind, erlangt der Planfeststellungsbeschluss Rechtskraft.

„Für das Gelingen der Energiewende ist es nötig, das Stromnetz möglichst schnell auszubauen“, sagt Lex Hartman, Mitglied der Tennet-Geschäftsführung. Wahle–Mecklar werde das Stromnetz entlasten und die regionale Stromversorgung in Südniedersachsen und Nordhessen stabilisieren. „Durch den Ausbau erneuerbarer Energiequellen ist eine stärkere Vermaschung des Wechselstromnetzes notwendig, um den zunehmend komplexeren Netzbetrieb auch zukünftig zu meistern“, sagt Hartmann.

Hartman hebt die konstruktive Mitarbeit von Gemeinden und der Öffentlichkeit bei der Trassenplanung hervor. Allein für den 50 Kilometer langen Abschnitt B in Niedersachsen wurden über 420 Einwendungen und Stellungnahmen von Bürgern, Gemeinden und Fachbehörden geprüft und – wo möglich – auch berücksichtigt. Den begonnenen Dialog mit Bürgern und Trägern öffentlicher Belange will Tennet auch in der Bauphase weiter fortsetzen.

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