Timon Gremmels neuer SPD-Chef im Landkreis Kassel

+
Staffelstab-Übergabe: Timon Gremmels (2. von rechts) übernimmt von Uwe Schmidt den Posten des SPD-Unterbezirksvorsitzenden im Landkreis Kassel. Wiedergewählt wurden die beiden Stellvertreter Brigitte Hofmeyer und Burkhard Finke.

Kreis Kassel. Generationswechsel an der Spitze der SPD: Der Unterbezirk Kassel-Land wählte Timon Gremmels (39) in Fuldabrück mit 91,7 Prozent der Stimmen zum neuen Vorsitzenden.

Der Niestetaler Landtagsabgeordnete ist damit Nachfolger von Uwe Schmidt (61), der im Januar für sechs Jahre als Landrat wiedergewählt wurde, seinen Posten als SPD-Chef jedoch nach 14 Jahren in jüngere Hände legte.

Brigitte Hofmeyer (Hofgeismar) und Burkhard Finke (Wolfhagen) wurden mit vergleichbar überzeugenden Wahlergebnissen in ihren Ämtern als stellvertretende Vorsitzende bestätigt. Zu den ersten Gratulanten im Bürgerhaus Bergshausen gehörten der SPD-Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel, der nordhessische Bezirksvorsitzende Manfred Schaub und die Bundestagsabgeordnete der SPD Ulrike Gottschalk.

Temperamentvolle Rede

„Nur wer selbst für eine Sache brennt, kann Feuer in anderen entfachen und zum Maßstab der Politik machen“, sagte Gremmels, der sich vor rund 150 Delegierten und Gästen mit einer temperamentvollen Rede um die Führungsposition bewarb. Als wichtigste Ziele nannte er die Rückeroberung der absoluten Mehrheit bei der Kommunalwahl im März und des verloren gegangenen Bundestagswahlkreises für Baunatal/ Schauenburg sowie die Altkreise Wolfhagen und Hofgeismar.

Die SPD habe die Menschen und ihre Bedürfnisse im Blick. Im Gegensatz zur CDU achte sie auf das Gemeinwesen und nicht auf Kennzahlen aus der Betriebswirtschaft, führte Gremmels weiter aus. Der designierte Vorsitzende will die Partei verjüngen und neue Mitglieder gewinnen. Es lohne sich, wie die Jungsozialisten Marcel Brückmann und Philipp Weck eindrucksvoll bewiesen hätten, für die „top-aktuellen“ Werte der SPD zu werben, sagte Gremmels, der in diesem Zusammenhang auch an die Verdienste des verstorbenen Kommunalpolitikers Peter Cours aus Fuldabrück erinnerte.

Schäfer-Gümbel: "Sensationeller Job"

Die Demokratie lebe vom Wechsel, sagte Uwe Schmidt, der zuvor seinen letzten Bericht vorlegte und dann den Staffelstab an seinen Nachfolger weitergab. Die Delegierten verabschiedeten Schmidt mit Ovationen. Schmidt betonte, dass er nicht wehmütig sei, zumal er als Landrat dabeibleibe und weiterhin sozialdemokratische Politik umsetzen könne.

Der Wechsel an der Spitze des Unterbezirks sei gut und solidarisch, sagte Thorsten Schäfer-Gümbel. Der hessische SPD-Chef bescheinigte Uwe Schmidt, einen „sensationellen Job“ gemacht zu haben, und dankte ihm für die gewachsene persönliche Freundschaft.

Von Hans Peter Wohlgehagen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.