Verendete Elster gefunden

Vogelgrippe: Stallpflicht in Hessen dauert an

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Betroffen: Vergangene Woche wurde in Reichelsheim (Wetterau) eine tote Elster gefunden. Sie war am H5N8-Virus verendet.

Landkreis Kassel. Nach dem Fund einer toten Elster in Reichelsheim im Wetteraukreis (Mittelhessen) in der vergangenen Woche wird die landesweit geltende Stallpflicht für Hausgeflügel aller Art weiter aufrechterhalten.

Nach Angaben des Hessischen Umweltministeriums sei die Elster an dem hoch ansteckenden Virus H5N8 verendet.

Insgesamt habe das Hessische Landeslabor seit Anfang November 2016 mehr als 1800 Proben von Vögeln auf das gefährliche Virus hin untersucht. Die Elster sei der sechste bestätigte Fall. Dabei handele es sich um fünf Wildvögel sowie einen Rosapelikan aus einem Zoo im Taunus. Im Landkreis Kassel hat es bislang noch keinen Fall von Vogelgrippe gegeben. Im benachbarten Landkreis Waldeck-Frankenberg war im Herbst am Ufer des Twistestausees eine am H5N8-Virus verendete Tafelente gefunden worden.

„Um die Ausbreitung des Virus’ zu verhindern, ist die Einhaltung aller behördlichen Vorgaben von größter Bedeutung“, erklärt Mischa Brüssel de Laskay, Sprecher des Umweltministeriums. Die landesweite Stallpflicht sowie das Verbot von Geflügelausstellungen gelten weiterhin. „Alle örtlichen Veterinärbehörden und die sie unterstützenden Gemeinden sind aufgefordert, die flächendeckende Umsetzung der Stallpflicht sicherzustellen.“ Nur so könnten Kontakte von Wildvögeln (Ausscheidungen) mit Hausgeflügel vermieden werden.

3,5 Millionen Tiere im Kreis

Laut Ministerium gilt die Anordnung für alle 20 132 Geflügelhalter in Hessen mit einem Bestand von 3,5 Millionen Tieren. Im Landkreis Kassel sind dem Veterinäramt 944 Geflügelhalter mit einem Bestand von insgesamt rund 685 500 Tieren gemeldet.

Kranke oder tote Wildvögel sollten aus Sicherheitsgründen nicht mit bloßen Händen angefasst werden. Infektionen des Menschen mit H5N8 sind bisher nicht bekannt.

Tot aufgefundene Wildvögel sollten umgehend dem Veterinäramt des Landkreises, Tel. 05692 / 987-33 00, gemeldet werden.

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