Jahresbilanz 2016: Gewinn von 591.000 Euro

Windpark Söhrewald/Niestetal liefert Strom für 16.000 Haushalte

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Erfolgreiches Geschäftsjahr 2016: Der Windpark Niestetal/Söhrewald speist direkt ins Kasseler Netz ein und versorgt über 16 000 Haushalte.

Kreis Kassel. Erneut alle Erwartungen übertroffen hat der Windpark Söhrewald/Niestetal im vergangenen Betriebsjahr 2016 – sowohl bei der Windausbeute wie auch bei der Gewinnausschüttung.

„Und das bei einem eher unterdurchschnittlichen Windjahr“, sagt Ingo Pijanka, Sprecher der Städtischen Werke.

So erzielte die Betreibergesellschaft Windpark Söhrewald/Niestetal einen Gewinn von 591.000 Euro. Geplant waren nur 288.000 Euro. Insgesamt wurden 48,2 Gigawattstunden Strom produziert, was dem Energiebedarf von über 16.000 Haushalten entspricht. Kalkuliert waren 45 Gigawattstunden. Damit setzt der Windpark mit insgesamt sieben Windrädern (fünf im Söhrewald, zwei am Sandershäuser Berg) seine Erfolgsgeschichte fort. Schon im ersten Betriebsjahr 2015 produzierten die Anlagen 57,4 Gigawattstunden Strom.

750 000 Euro Ausschüttung

„Im Ergebnis 2016 können so 750.000 Euro an die Gesellschafter ausgeschüttet werden“, sagt Markus Jungermann, einer der beiden Geschäftsführer der Windparkgesellschaft. In der Ausschüttung sei ein Gewinnvortrag in Höhe von 159.000 Euro aus dem Vorjahr enthalten. Daneben erhalten die Kommunen Söhrewald, Niestetal und Kassel rund 175.000 Euro an Gewerbesteuer aus dem Betrieb des Windparks. „Die Gewinne verbleiben somit nahezu vollständig in der Region“. Auch technisch hätten die Anlagen überzeugt. So gab es 2016 weder nennenswerte Störungen noch Ausfälle.

Windkraft-Projekte der Städtischen Werke

Tatsächlich war 2016 ein eher windschwaches Jahr. Im Vergleich zu den Jahresmittelwerten bei den Erträgen erreichte der Wind nur etwa 83 Prozent seiner durchschnittlichen Stärke. Das vorherige Windjahr 2015 war mit 102 Prozent dagegen leicht überdurchschnittlich. „Jedes Windjahr ist anders“, sagt Lars Rotzsche, ebenfalls Geschäftsführer der Windpark Söhrewald/Niestetal und bei den Städtischen Werken AG aus Kassel der leitende Windplaner. Genau aus diesem Grunde werde stets konservativ kalkuliert, um ausreichend Sicherheiten zu haben. „So reduzieren wir Risiken und erbringen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die prognostizierten Erträge“.

Die Windkraftanlagen waren im Frühjahr 2014 komplett in Betrieb gegangen. Die fünf Anlagen in der Söhre hatten bereits Ende 2013 Strom geliefert. Die von den Anlagen erzeugte Energie wird direkt in das Kasseler Stromnetz eingespeist.

Zum Windpark Söhrewald/Niestetal gehört auch eine Fotovoltaik-Freilandanlage im Gewerbegebiet Sandershäuser Berg. Sie ging bereits im Sommer 2012 ans Netz. 2016 erzeugte sie 650.000 Kilowattstunden Strom, das genügt für etwa 200 Haushalte. 

Hintergrund: Gesellschaft mit vielen Eignern

Der Windpark Söhrewald/Niestetal wurde von den Städtischen Werken geplant, projektiert und gebaut. Der Kasseler Energieversorger hält derzeit 25,1 Prozent der Anteile an der Windgesellschaft. 74,9 Prozent wurden an regionale Akteure abgegeben. Anteilseigner sind die Bürgerenergiegenossenschaften Kassel & Söhre, Niestetal DEiN, KaufungerWald und Waldhessen, die Gemeinde Fuldabrück, die Gemeindewerke Lohfelden, die Stadtwerke Bad Sooden-Allendorf, Eschwege und Witzenhausen sowie die Thüga Erneuerbare Energien. 

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