Kommentar zu fehlendem Geld im Kreis Kassel: Im Würgegriff

Der Landkreis Kassel bekommt vom Land Hessen nicht genügend Geld zur Verfügung gestellt, um die Ausgaben für Asylbewerber zu decken. Dazu ein Kommentar von Peter Kilian

Das Heft musste der Landkreis Kassel schon vor vielen Jahren aus der Hand geben. Das wird nicht erst mit der Vorlage des aktuellen Nachtragshaushaltes am morgigen Donnerstag deutlich. Wie die Finanzen im Kreis aussehen, bestimmen längst nicht mehr die politisch handelnden Personen zwischen Bad Karlshafen und Naumburg. Sie haben lediglich das umzusetzen, was ihnen von Bund und Land vorgegeben wird.

Bei der Aufnahme der zugewiesenen Flüchtlinge ist das nicht anders. Ihre Zahl steigt kontinuierlich an, das Geld aber, das dem Kreis vom Land Hessen zugebilligt wird, reicht für die entstehenden Kosten bei Weitem nicht aus.

In Zeiten ohnehin klammer Finanzen kann an anderer Stelle gar nicht so viel eingespart werden, wie nötig, um diese Mehrkosten aufzufangen.

Um falschen Rückschlüssen hier keinen Vorschub zu leisten: Die Aufnahme der verzweifelten Menschen ist eine humanitäre Pflicht. Aber die mit der Aufgabe betrauten Landkreise müssen dafür auch finanziell ausreichend ausgestattet werden.

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