CDU Vellmar unternimmt neuen Vorstoß

Umgestaltung Regenbogenkreuzung: Kreisel liegt zurzeit auf Eis

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Reger Verkehr: Viel los ist regelmäßig auf der Regenbogenkreuzung in Obervellmar. Da fünf Straßen auf die Kreuzung münden, müssen sich Autofahrer wegen der langen ampelphasen in Geduld üben.

Vellmar. „Wann kommt der Regenbogenkreisel?“ ist seit einigen Tagen auf einem Transparent zu lesen, das die CDU Vellmar an der Front des früheren Restaurants und Hotels Regenbogen an der Kreuzung Obervellmarsche Straße und Bahnhofstraße aufgehängt hat.

Damit wollen die Christdemoklraten auf die ihrer Meinung nach seit langem unbefriedigende Verkehrssituation hinweisen.

Ob der Kreisel irgenwann einmal kommt, steht aber in den Sternen. Es gebe derzeit keinen Termin für eine Prüfung der Situation dort, damit auch keine Ergebnisse, sagt Hessen Mobil-Sprecher Horst Sinemus. „Wir haben keinen Planungsauftrag.“ Man müsse „sorgfältig abwägen, ob eine vferkehrliche Notwendigkeit besteht“.

CDU-Antrag von 2010

Im November 2010 war ein Antrag der CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung angenommen worden, der Magistrat möge Sorge tragen, dass das Projekt Kreisel in die fachliche Bewertung der sogeannnten Knotenpunktumgestaltungen durch das Wirtschaftsministerium aufgenommen werde. Als im Frühjahr noch kein Ergebnis vorlag, schrieb die Stadt noch einmal an die Landesregierung und erhielt im Februar 2013 die Antwort, dass die Regenbogenkreuzung in die Bewertung der Knotenpunkte mitaufgenommen werde, erläuterte Bürgermeister Dirk Stochla.

CDU-Vorstoß: Mit einem Plakat macht die Vellmarer CDU auf die ihrer Meinung nach unbefriedigende Situation auf der Kreuzung aufmerksam.

Der Verwaltungschef wies dabei nachdrücklich darauf hin, dass eine mögliche Umgestaltung nicht Sache der Stadt Vellmar sei. Denn da es sich bei der L 3234 um eine Landesstraße handele, sei das Land und damit die Straßenbauverwaltung Hessen Mobil zuständig. Nur an einer Zufahrt aus Richtung Bürgerhaus Obervellmar zur Kreuzung sei die Stadt beteiligt. Stochla: „Der Ball liegt bei Hessen Mobil.“

Untersucht werden müsse, ob sich die Kreuzungssituation durch einen Kreisel wirklich verbessern würde. Denn bei fünf Zufahrten müssten auch die Fußgänger durch Überwege integriert werden. Das würde sich sehr aufwendig gestalten, sprich viel Geld kosten.

Die CDU dagegen sieht nach dem Antrag von 2010 inzwischen eine neue Sachlage. Da das Hotel Regenbogen inzwischen zum Verkauf stehe - diese Fläche wird ja möglicherweise für deen Kreisel benötigt - sei „neuer Schwung in die Debatte“ gekommen, meint Fraktionschef Dr. Burkhard Müller. Darüber hinaus habe sich die Lage durch die „geschäftsmäßige Aufwertung“ Obervellmars „weiter zugespitzt“. Vom Kreisel erhoffe man sich eine Entspannung der Verkehrssituation.

Von Stefan Wewetzer

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