Ausnahmsweise Freude im Rathaus über Grund der Verzögerung: Geld vom Land steht in Aussicht

Kreiselbau beginnt erst später

Soll übersichtlicher werden: Auf der Friedrich-Ebert-Allee (Bildmitte) in Altenbauna wird ein Kreisel entstehen, um den Verkehr besser lenken zu können. Die Parkplätze links gehören zum Aldi-Markt. Im Hintergrund ist die Theodor-Heuss-Schule zu erkennen. Archivfoto: Jünemann

Baunatal. Der Bau eines Kreisels an der Aldi-Einmündung in Altenbauna wird später als geplant beginnen. Ausnahmsweise handelt es sich aber um eine Verzögerung, die im Rathaus Freude bereitet.

Denn der Grund ist: Das Land Hessen hat in Aussicht gestellt, dass der Bau des Kreisels und dazu die gesamte Umgestaltung der Friedrich-Ebert-Allee zwischen Rudolf-Diesel-Straße und Kirchbaunaer Straße gefördert werden.

Planung wird ausgeweitet

„Die Planung muss jetzt ausgeweitet werden“, sagt Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub. Deshalb habe man die bereits laufende Detailplanung für den Bereich am Rande der Innenstadt angehalten. Die Stadt muss auch genaue Kostenberechnungen, nicht nur Schätzungen, in Wiesbaden vorlegen. Schaubs Zeitplan: „Das muss in den nächsten drei Wochen fertig werden.“

Bisher waren für den Kreisverkehr 900 000 Euro veranschlagt. Er soll die unübersichtliche Einmündung am Aldi-Markt ersetzen.

Die neue Planung dauert aber ebenso länger wie die folgende Begutachtung der Unterlagen durch das Verkehrsministerium, bis hoffentlich Geld fließt.

Der Rathauschef geht deshalb davon aus, dass der Bau des Kreisverkehrs nicht Anfang Juli, sondern frühestens Anfang August beginnen wird. Bis zur Fertigstellung werden vier Monate kalkuliert.

Ebert-Allee wird schmaler

In dem betroffenen Abschnitt soll die Friedrich-Ebert-Allee schmaler werden. Es soll in jede Richtung nur noch einen Fahrstreifen geben, um den Verkehr zu verlangsamen, dem Fahren auf der falschen Spur – schon öfter passiert – vorzubeugen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. So ist es in dem Verkehrskonzept zu lesen, das die Stadtverordneten vor einigen Wochen verabschiedet hatten.

An die Friedrich-Ebert-Allee soll außerdem das geplante Polizeirevier mit einer eigenen Zufahrt westlich des neuen Kreisels angebunden werden. Vom Kreisverkehr selbst wird man auch zu den Parkplätzen auf der Langenbergwiese fahren können.

Von der neuen Planung nicht betroffen sind die Vorhaben, Parkplätze am Rande der City zu erneuern und zusätzliche zu schaffen. Zwischen Rundsporthalle und Stadtpark wird es künftig 120 statt 79 Plätze auf verbessertem Untergrund geben.

Ferner wird ein Teil der Langenbergwiese besser befestigt, und aus 70 werden dort 165 Parkplätze plus fünf Flächen für Busse. Macht in der Summe 136 Plätze mehr, die Engpässe bei Großveranstaltungen in der City und auf den nahen Sportanlagen verhindern sollen. Die beiden Bauvorhaben sollen bis Mitte Mai beendet sein.

Von Ingrid Jünemann

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