Kreistag schenkt sich eine Sitzung: Steuerzahler spart 4500 Euro

Kreis Kassel. Eigentlich wollte Landrat Uwe Schmidt (SPD) den 81 Abgeordneten des Kreistages am Montag, 9. November, den Entwurf für den Kreishaushalt 2016 vorlegen. Doch die Sitzung fällt aus. 

Wegen der Neuordnung des Kommunalen Finanzausgleichs in Hessen muss das Zahlenwerk aber noch aktualisiert werden und soll den Abgeordneten nun am 21. Dezember präsentiert werden.

Weil außer dem Etatentwurf aber keine anderen drängenden Themen anstehen, hat sich der Ältestenrat des Parlaments darauf verständigt, die November-Sitzung ausfallen zu lassen. Statt sechs Mal kommt der Kreistag damit im laufenden Jahr nur fünf Mal zusammen. Für die Steuerzahler bedeutet dies eine gute Nachricht. Denn durch den Verzicht auf die Sitzung spart der Landkreis rund 4500 Euro. Das erklärte Verwaltungssprecher Harald Kühlborn am Donnerstag auf HNA-Anfrage.

Die Summe umfasst den Verdienstausfall der ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder von Kreistag und Kreisausschuss, deren Fahrtkosten sowie Kosten für die Verköstigung, die Halle und die Tonaufzeichnung der Sitzung. Sitzungsgeld selbst wird durch den Ausfall nicht eingespart, da die Kreispolitiker eine monatliche Pauschale erhalten: einfache Kreistagsabgeordnete erhalten 250, Kreisbeigeordnete 500 Euro.

Der Kreistag tritt jeweils an einem anderen Ort im Landkreis zusammen, dabei werden möglichst alle Altkreise (Kassel, Hofgeismar und Wolfhagen) berücksichtigt. Hinzu kommen die Sitzungen der Ausschüsse. Sie finden in der Regel in Kassel statt.

Rubriklistenbild: © dpa

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