Führungsdebatte um Parteichef Philipp Rösler

Kreisvorsitzender Sänger: „Stil stößt übel auf“

FDP-Kreisvorsitzender Björn Sänger über den Zustand der Kreis-FDP

Spätestens beim jüngsten Dreikönigstreffen der FDP ist die Führungsdebatte um Parteichef Philipp Rösler voll entbrannt. Wir sprachen mit dem Kreisvorsitzenden Björn Sänger über mögliche Auswirkungen auf die Politik der heimischen Freidemokraten.

Herr Sänger, wirkt sich die ständige Diskussion um den Parteivorsitzenden Philipp Rösler möglicherweise demotivierend auf den Kreisverband aus?

Sänger: Diesen Eindruck habe ich nicht. Die Basis ist hoch motiviert, wenn es um die Auseinandersetzung mit Sachthemen geht. Ärgerlich ist es, wenn die Sachthemen von der Personaldebatte überlagert werden. Ich habe festgestellt, dass den Mitgliedern besonders der Stil der Kritik am Parteivorsitzenden übel aufstößt.

Wird der Einfluss der sogenannten großen Politik auf einen Kreisverband überschätzt?

Sänger: Nein, die große Politik ist immer ein Thema, bei dem jeder mitreden kann. Und häufig ist die große Politik auch ein Anstoß, einer Partei beizutreten. Das Interesse an vielen kommunalen Themen kommt dann regelmäßig durch die Mitarbeit vor Ort.

Hat die Talfahrt der FDP seit 2009 auch Einfluss auf Ihre Mitgliederzahlen?

Sänger: Wir sind zum Jahreswechsel im Vergleich zu 2011 / 2012 ausgeglichen rausgekommen und liegen jetzt im Landkreis so bei 160 Mitgliedern. Wir haben in Nordhessen etwas davon profitiert, dass während der großen Euphorie 2009 in Nordhessen unterdurchschnittlich viele Mitglieder zur FDP gestoßen sind, als in anderen Regionen. Verbänden in Südhessen zum Beispiel, die damals viele Mitglieder gewannen, sind ebenso viele wieder weggelaufen, als der Wind rauer wurde. Das war bei uns nicht der Fall. (swe)

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