Schweizer Familie macht Station auf dem Wohnmobilstellplatz am Parkstadion

Kreuz führt nach Baunatal

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Viel Lob für das Angebot am Parkstadion: Dario (von links), Paul und Jacqueline Inglin genießen den Urlaub mit dem Wohnmobil. Mit den Rädern wollen die Schweizer zu einer kleinen Tour starten.

Baunatal. Durch ganz Deutschland sind sie gefahren, auf der Insel Rügen waren sie, in Schweden und in Dänemark. Auf der Rückreise in die Schweiz macht Familie Inglin aus dem Ort Sins bei Luzern mit dem Wohnmobil in Baunatal Station.

Auf dem Stellplatz am Parkstadion haben es sich die Eidgenossen gemütlich gemacht. Die Sonne lacht vom blauen Himmel. Klappstühlchen und ein Tisch stehen neben dem Reisemobil bereit.

Aufmerksam geworden auf den Stellplatz in Baunatal seien sie durch den Stellplatzführer und einen Tipp der Schwiegereltern, sagt Paul Inglin (42). „Wir haben gesehen, was die in dem Führer angekreuzt haben“, ergänzt Ehefrau Jacqueline. „Das ist hier top in Ordnung.“

Baunatal will die Familie nicht nur als Durchgangsstation nutzen. Zwei Tage sind für einen kurzen Aufenthalt mit Einkaufsbummel in der Innenstadt und Besuch des Aqua-Parks vogesehen. „Das haben wir unserem Junior versprochen“, sagt die Schweizerin mit Blick auf einen Wunsch von Sohn Dario (14). Auch mit den Fahrrädern wollen die drei zu einer kleinen Tour starten.

Besonderes Lob für den Baunataler Stellplatz hält die 43-Jährige wegen des Abrechnungsmodus’ für Strom und Wasser bereit. „Hier bezahlt man nur für das, was man auch tatsächlich verbraucht.“

In der Tat bezahlen die Nutzer per Münzeinwurf für Strom und Wasser. Das bestätigt Klaus-Peter Metz, Leiter des Fachbereichs Stadtmarketing im Baunataler Rathaus. Für 100 Liter Frischwasser wird ein Euro fällig, eine Kilowattstunde elektrische Energie kostet 50 Cent, Entsorgen von Abwasser zehn Cent. Zusätzlich müssen die Wohnmobilisten ein Tagesticket für die Nutzung des Platzes für fünf Euro lösen. „Das ist wie eine Eintrittskarte“, sagt Metz.

Der Stellplatz in Baunatal ist in diesen Tagen durchaus gut frequentiert. Zu dritt seien sie in der vergangenen Nacht auf dem Gelände am Stadion gewesen, berichtet Familie Inglin. Am Abend gesellt sich erneut ein Wohnmobilist dazu.

186 Tagestickets seien im ersten Halbjahr 2011 gelöst worden, berichtet Klaus-Peter Metz. Im Jahr 2010 waren es insgesamt 558, 2009 registrierte die Stadt 323 Wohnmobilisten.

Übrigens: Den Tipp der Schwiegereltern für den Baunataler Stellplatz stuft Paul Inglin ganz hoch ein. Immerhin seien diese seit sechs Jahren nur noch mit dem Wohnmobil unterwegs. „Ihr Haus haben sie verkauft.“

Gepflegt wird die Anlage von den Wohnmobilfreunden Baunatal. Infos: Hans-Jürgen Kopke, Telefon 0 56 01/8 61 91.

Von Sven Kühling

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