Kreuzkirche: Messlatte liegt bei 100.000 Euro

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Kirchenmodell als Spendenbox: Gerhard Thiel (von links), Pfarrerin Ulrike Joachimi, Achim Föth, Christa Palmié, Wilfried Bürger, Gerda Israel und Bärbel Seligmann sammeln für die Renovierung. Fotos: Dilling

Baunatal. Mit dreijähriger Verspätung klappt es nun doch: Ab dem Frühsommer nächsten Jahres soll die Kreuzkirche Großenritte innen renoviert und umgestaltet werden, ein Projekt von 600.000 Euro. Doch noch steht die Finanzierung nicht ganz.

Der Förderverein hat deshalb eine Kampagne mit 3000 Spendenbriefen gestartet. Die Messlatte liegt hoch: Bis zum 15. November muss die Kirchengemeinde 100.000 Euro sammeln. Diese werden dann von der Stiftung Kirchenerhaltungsfonds verdoppelt. Die übrigen Renovierungskosten finanziert die Gemeinde aus Rücklagen, mit einem Darlehen und Zuschüssen der Landeskirche und des Kirchenkreises.

Bereits vor drei Jahren hat sich der mittlerweile 70 Mitglieder zählende Förderverein gegründet. Der Plan, mithilfe des Kirchenerhaltungsfonds die Renovierung schon zum 500-jährigen Bestehen des Gotteshauses abzuschließen, scheiterte, weil das Projekt zunächst nicht aufgenommen wurde. Nun hat es doch noch geklappt. Ein Jahr wird die Kirche geschlossen sein, Gottesdienste finden dann im Gemeindehaus statt.

Herzstück der Renovierung sei der Einbau einer Fußbodenheizung und einer modernen Lüftungsanlage, sagte Pfarrerin Ulrike Joachimi. In der Kirche riecht es muffig, sogar in die Orgel hat sich der Schimmel vorgearbeitet. Bei einer früheren Renovierung sind die Wände mit einer luftundurchlässigen Farbe gestrichen worden.

Informationen und Kontakt Förderverein Kreuzkirche:

Telefon 05601/955066, FoerdervereinKreuzkirche@t-online.de

Sie soll durch eine Kalkfarbe, die die Mauern atmen lässt, ersetzt werden. Die jahrhundertealten Malereien unter den neueren Anstrichen würden nicht restauriert und freigelegt, sondern nur mit einer Schutzschicht gesichert, erklärte Joachimi. Die Restaurierung könne man nicht bezahlen. Dafür erhält das Kirchenschiff einen neuen Fußboden, der über den alten gelegt wird. Dadurch sei der Altarraum endlich auch für Gehbehinderte erreichbar. Stufen fallen weg. Die Sakristei, der Vorraum der Kirche, wird -vielleicht zugunsten eines Kirchen-Cafés - erweitert, Bänke fallen teilweise weg und werden durch Stühle ersetzt. „Die Kirchenbänke werden vielleicht versteigert“, sagte Christa Palmié, die Kirchenvorstandsvorsitzende. Der teilweise Verzicht auf Bänke sei unter den Gemeindegliedern allerdings nicht unumstritten. Auch hinsichtlich der künftigen Gestaltung des Altarraums bestehe noch Diskussionsbedarf.

Einen Grundstock an Spenden, einen größeren fünfstelligen Betrag, hat der Verein, unter anderem mit den Einnahmen aus Kirchenkonzerten, schon gesammelt. Beim Gemeindefest am 1. September sollen weitere Spenden eingenommen werden.

Von Peter Dilling

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