Claudia Friedrich las an der Erich-Kästner-Schule aus ihrem tierischen Kinderbuch

Krimi für schlaue Füchse

Ganz gespannt: Schüler der Klassen 5a und 5b raten beim Krimi „Ein tierischer Fall“ von Autorin Claudia Friedrich mit. Tiere spielen bei diesem Krimi eine besondere Rolle. Foto: Bassing

Baunatal. In der Zoohandlung am Gänsemarkt wurde eingebrochen. Das sorgt für tierische Aufregung. Kommissar Fuchs nimmt die Ermittlungen bei Inhaber Herrn Piepenbrink auf. Wer könnte der Dieb gewesen sein?

Das erfuhren die Schüler aus den fünften Klassen der Erich-Kästner-Schule in Baunatal aus erster Hand von der Buchautorin Claudia Friedrich. Für viele Schüler war es die erste Autorenlesung. Bücher sind bei den Schülern dennoch beliebt: „Wir lesen gerne“, sagen Torben Ludwig (11) und Cem Özbey (11). Besonders Krimis haben es den Jungs angetan und so freuten sie sich besonders auf die Lesung.

Die Autorin las den Mini-Krimi vor, und die Schüler hörten gespannt zu. Dann stellte die Autorin die Frage: „Was ist euch aufgefallen?“ Schnell meldeten sich einige Schüler und antworteten, dass viele tierische Begriffe im Text vorkamen und sammelten einige Beispiele wie Bärenhunger, Angsthase Pudelmütze oder Löwenmähne. Die Schüler stellten auch fest, dass es viele Farbvergleiche mit Tieren gibt wie beispielsweise rabenschwarz. Aber auch Redewendungen enthalten tierische Namen: platt wie eine Flunder, Mäuse in der Kasse oder der Wolf im Schafspelz.

Tierische Sprache

„Der Krimi zeigt, dass unsere Alltagssprache mit Wörtern durchsetzt ist, die Tiernamen enthalten“, erklärte die Kasseler Schriftstellerin. Sie begann als Achtjährige, kleine Gedichte zu schreiben, und ist seit einigen Jahren als selbstständige Autorin und Illustratorin tätig. Seit acht Jahren liest sie auch an Schulen vor. Der Kontakt zu Kinder ist der Autorin sehr wichtig. So ließ sie auch eines ihrer Kinderbücher von einem 13-jährigen Mädchen illustrieren.

Gelb wie eine Ente

Dass Kinder sich an einem „richtigen Buch“ beteiligen können, faszinierte die Schüler. Nach der Lesung konnten sie selbst ihr tierisches Wortwissen testen und füllten zunächst einen Lückentext zum Krimi aus. „Wir haben außerdem nach weiteren tierischen Redewendungen gesucht“, erzählt Lehrerin Sina Blumenthal. Auch neue Redewendungen und Wörter wurden kreiert: „schneckenlangsam“, „eine Wand entengelb streichen“ oder „es gibt viele Schlaufüchse“ waren dabei.

Die Absicht der Autorin Friedrich ist es, mit der Lesung den umfangreichen Wortschatz der deutschen Sprache den Kindern näher zu bringen und sie zu Wortschöpfungen zu ermuntern. „Die Schüler haben im Umgang mit der Sprache durch das Projekt viel gelernt“, bestätigte Blumenthal. Gerade nach der Lesung einmal selbst etwas zu schreiben und sich intensiver mit dem Text zu beschäftigen habe den Schülern viel Spaß gemacht.

Service: Der Kinderkrimi „Ein tierischer Fall für schlaue Füchse“ von Claudia Friedrich (Tel. 05 61/87 21 22, E-Mail: friedrich.cl @web.de) ist im Wolkenreiter-Verlag erschienen. Friedrich bietet Schulen (Jahrgangsstufe 4-6) die Lesung mit den Arbeitsmaterialien als Schreibprojekt an.

Von Jessica Bassing

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.