Die Landesstraße zwischen Wellerode und Wattenbach wird im Sommer saniert

Kritik an geplanter Sperrung

Michael Steisel

Söhrewald. Die Landesstraße zwischen Wellerode und Wattenbach ist marode. Doch die in diesem Sommer geplante Sanierung wird den Einwohnern beider Ortschaften ein großes Opfer abverlangen, zumindest wenn es bei der bisherigen Planung bleibt. Denn laut dem Amt „Hessen mobil“ soll die Straße sechs Wochen lang voll gesperrt werden. Das bedeutet für die Bürger einen viele Kilometer langen Umweg. Das sei so nicht akzeptabel, sagt Söhrewalds Bürgermeister Michael Steisel (SPD). Die Straße soll auf einer Länge von 1,8 Kilometern grundhaft erneuert werden. Die Kurven seien ausgefahren, der Fahrbahnbelag von schweren Fahrzeugen an den Rand geschoben, sagte Reinhold Rehbein von Hessen mobil und fügte hinzu: „Die Griffigkeit der Fahrbahn ist teilweise an der unteren Grenze.“ Sein Kollege Karl Köberich bezifferte die Kosten der Sanierung auf 800 000 Euro.

Zwei Monate solle gebaut werden. In der Anfangsphase, vom 1. Juli bis 12. August, müsse die Straße deshalb voll gesperrt werden. Danach werde es eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung geben, teilte er mit. Einzelheiten würden noch mit den zuständigen Behörden geklärt.

Man habe die Bauzeit in die Sommerferien gelegt, weil dann der Schulbus nicht umgeleitet werden müsse. Der übrige Verkehr muss jedoch einen langen Umweg über Kaufungen, die Bundesstraße 7, Eschenstruth und Sankt Ottilien in Kauf nehmen. Die Alternative über Guxhagen ist ähnlich mühselig.

Bürgermeister Steisel ist deshalb unzufrieden. Während der Schulferien seien zwar nicht die Schüler, dafür aber viele Eltern mit Kindergarten-Kindern auf die Straßenverbindung angewiesen, ganz zu schweigen vom Linienbus, der die Strecke befährt.

„Das werden wir nicht ohne weiteres hinnehmen“, sagte der Söhrewalder Verwaltungschef. Er will das Gespräch mit der Straßenbehörde suchen. Schließlich sei es in anderen Fällen, beispielsweise bei den Reparaturabeiten zur Beseitigung eines Erdrutsches bei Wattenbach, auch gelungen, eine Vollsperrung zu vermeiden. Möglicherweise sei es nur eine Kostenfrage, die Baustellen so einzurichten, dass noch Platz für Fahrzeuge bleibt. (pdi) Archivfoto: Schachtschneider/nh

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